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1. FC Heidenheim steckt weiter in der Krise

Seit dem Auswärtssieg in Bochum Mitte September holte der FCH nur noch magere zwei Punkte aus fünf Spielen. Die 0:3-Klatsche bei Absteiger Ingolstadt war bereits die dritte Niederlage in Folge. Das Team von der Ostalb kommt vom Relegationsplatz nicht mehr weg.

Team hat aus vergangenen Begegnungen nichts gelernt

Ein irreguläres Tor brachte die Heidenheimer kurz vor der Pause auf die Verliererstraße. Bis dahin hatte die Schmidt-Elf kaum nennenswerte Chancen zugelassen. Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Heidenheimer in der Offensive kaum statt. Das zweite Gegentor rund 20 Minuten vor Schluss war dann die Entscheidung. Neben wenig Durchschlagskraft im Angriff präsentiert sich die FCH-Abwehr sehr wackelig. Sie kassierte zuletzt zehn Gegentore in drei Spielen.

"Das war ein hochverdienter Sieg für Ingolstadt, auch in dieser Höhe. Meine Erwartung an meine Mannschaft war eine andere, ich hatte gehofft, dass wir aus den vergangenen Spielen dazu gelernt haben. Das haben wir aber leider nicht. Wenn du so einfach Gegentore zulässt, ist es verdammt schwer in der zweiten Liga erfolgreich zu sein. Vieles hat heute einfach gefehlt. Unsere Leistung war enttäuschend und zu wenig für die Ansprüche, die wir haben. Jetzt sollte auch der Letzte bei uns gemerkt haben, dass wir mit so einem Auftritt keine Spiele mehr gewinnen", so FCH-Coach Frank Schmidt auf der vereinseigenen Internetseite.

Spieler wollen „den Bock umstoßen“

Innenverteidiger Timo Beermann haderte mit der Defensive. "Drei Tore nach Standardsituationen sind einfach bitter. Wir haben grundsätzlich viel zu wenig Entlastung nach vorne und kassieren zu viele Gegentreffer.  Über die komplette Spielzeit hinweg hatten wir keine richtige Torchance, sodass wir unterm Strich vollkommen verdient verloren haben." Sein Torwart hofft nun auf das anstehende DFB-Pokal-Spiel in Regensburg. "Vielleicht hilft uns der DFB-Pokal am Mittwoch, weil es ein anderer Wettbewerb ist. Wir haben nach elf Spielen einfach viel zu viele Gegentore kassiert, so fällt es schwer, in dieser Liga Punkte zu holen. Wir müssen den Bock jetzt umstoßen, so abgedroschen sich das immer anhört. Es geht nur gemeinsam, mit allen. Wir gehen Seite an Seite durch diese Situation", beschwört Kevin Müller den Teamgeist.