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Arminia: Letzte Hoffnung Carsten Rump

Der DSC Arminia Bielefeld empfängt am Freitag Abend in der heimischen SchücoArena den 1. FC Kaiserslautern und damit auch Ex-Trainer Norbert Meier. Nachdem der Verein seit dem letzten Sommer nicht mehr zur Ruhe gekommen ist und zielstrebig auf den Abstieg in die 3. Liga steuert, ist das Spiel gegen die Pfälzer wohl die letzte Chance für die Arminia sich noch einmal im Abstiegskampf anzumelden. Nach den desolaten und teils peinlichen Vorstellungen der letzten beiden Wochen haben die Spieler allerdings nicht nur in der Tabelle, sondern auch bei den Fans einiges gut zu machen.

Mannschaft verliert Glaubwürdigkeit

Diese hatten zuletzt merklich das Vertrauen in die Mannschaft verloren, glaubt man den Einträgen in den sozialen Netzwerken. Auch die Forderungen nach Trainer Ernst Middendorp wurde laut. Dem eigenen Kader vertrauen die Anhänger demnach nicht mehr. Nur wenige Spieler – darunter die Säulen Fabian Klos, Tom Schütz oder Florian Dick – wurden nicht in einen Topf geworfen und verurteilt. In der Tat haben sich die Antworten und Erklärungen der Spieler nach den letzten Niederlagen oftmals wiederholt. Zwar konnten sich die Spieler ihre schwachen Auftritte nicht erklären, gelobten aber Besserung und konnten diese doch nicht einhalten. Mit Interimstrainer Carsten Rump haben die Bielefelder für die Partie gegen den Ex-Coach nun wieder den Trainer an der Seitenlinie, unter dem die Mannschaft im vergangenen Oktober und November ein anderes Gesicht zeigte. Dieser pocht auch auch darauf, eben jene Glaubwürdigkeit wieder herstellen zu wollen: „Ich bin sehr, sehr ehrlich, wenn ich mit den Spielern rede. Sei es, wie sie gespielt haben oder wie sie hier im Training auftreten. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, wie ich die Gespräche mit den Spielern führe und wie sie darauf reagieren. Und deshalb gehe ich davon aus, dass es funktioniert.“ Doch wirklich stabil war das Team zuletzt im April und Mai des Vorjahres, unter eben jenem Trainer Norbert Meier.

Hoffnung liegt in der Heimstärke

Da ist es nun doch verwunderlich, wenn gerade die "Heimstärke" bei den Arminen betont werden soll. Doch in der Tat hat die Arminia zuhause in den letzten fünf Monaten nur ein Spiel verloren (1:2 gegen Dresden). Auch erzielen die Arminen in der SchücoArena wesentlich mehr Tore als in der Fremde. Das dürfte gegen eine der besten Abwehrreihen der 2. Bundesliga nun umso schwerer werden. Es lässt sich auch kaum ausmachen mit welcher Mannschaftsaufstellung der DSC in die Partie gehen wird. Die Leistung der letzten Wochen dürfte keinem Spieler eine Garantie für einen Stammplatz geben. Eine Garantie gibt es in der 2. Bundesliga ohnehin nicht, doch wenn der Aufsteiger des Vorjahres nicht bald den sprichwörtlichen Fuß in die Tür bekommt, dürfte der Rest der Saison garantiert unschön werden. Deshalb appeliert der Übungsleiter noch einmal an die Anhänger, um das Heimspiel erfolgreich gestalten zu können: „Ich habe meinen Freunden geschrieben und ihnen gesagt, dass sie ins Stadion gehen sollen, um ihren Nebenleuten zu sagen, dass sie uns anfeuern sollen. Mein persönliches Anliegen ist es, dass wir positiv in die Heimspiele gehen. Ich bin selbst jahrelang als Fan ins Stadion gegangen und kann den Unmut der Fans verstehen, aber während der 90 Minuten brauchen wir die Unterstützung von den Rängen. Nach dem Spiel können wir dann in Klausur gehen."