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Arminia sendet Lebenszeichen im Abstiegskampf

Der DSC Arminia Bielefeld hat sich mit einem 2:0-Heimsieg am Freitag Abend gegen den 1. FC Kaiserslautern im Abstiegskampf der 2. Bundesliga zurückgemeldet. Wie schon im Oktober zeigte das Team von Interimstrainer Carsten Rump eine gänzlich andere Körpersprache als noch in den letzten Wochen. Mit einer Vielzahl von Chancen erarbeiteten sich die Bielefelder am Ende den verdienten Sieg, der lediglich von einer Großchance von Glatzel und einer Abseitsposition vor dem 2:0 kurz in Gefahr stand.

Rump-Effekt wirkt sofort

Die Arminen starteten gegenüber dem peinlichen Auftritt in Nürnberg zwar personell nur auf drei Positionen verändert, zeigten aber als ganze Mannschaft eine völlig neue Einstellung. Bereits nach zwei Minuten verpasste Klos eine gute Chance und scheiterte am starken Pollersbeck im FCK-Tor. Fünf Minuten später verpasste Hartherz per Kopf nur knapp. Selbiger war es auch, der mit einem Distanzschuss wiederum dern Keeper der Gäste zu einer Glanztat zwang. Zehn Minuten vor der Pause dann ein Schreckmoment auf der Alm. Nach einer Vorlage von Kerk stand Glatzel plötzlich zwei Meter vor dem Tor völlig frei und scheiterte am selbst überraschten Davari. Quasi im Gegenzug rettete erneut Pollersbeck – mit Abstand bester FCK-Spieler auf dem Rasen – gegen Staude und Hemlein. Es ging somit mit einem 0:0-Remis in die Kabine. Mittelfeldspieler Christoph Hemlein war von der Leistung des jungen Gästekeepers beeindruck: "Pollersbeck hält überragend in der ersten Halbzeit, wir hätten auch früher in Führung gehen können. "

Nicht ausgeruht

Auch nach dem Wechsel blieben die Arminen aktiv. Eine scharfe Hereingabe von Behrendt verwandelte Hemlein am zweiten Pfosten zum 1:0. Der DSC blieb am Drücker und hatte Pech. Klos traf nach gut einer Stunde nur den Pfosten, da wieder der Youngstar im FCK-Tor die Finger am Ball hatte. Doch im Gegensatz zu den Spielen gegen Aue oder 1860 drängten die Blauen auf ein weiteres Tor. Dieses fiel eine Viertelstunde vor Schluss im Anschluss an einen Freistoß. Schuppan – allerdings leicht im Abseits – nickte perfekt ins lange Eck ein. Diesen Sieg ließ sich die Heimelf nicht mehr nehmen und meldete sich damit wieder zurück im Abstiegskampf der 2. Liga. Auffällig beim Auftritt der Ostwestfalen war erneut die völlig gegensätzlichen Leistungen vor und nach den Trainerentlassungen. Nach den desolaten Spielern gegen Würzburg/Düsseldorf bzw. Aue und Nürnberg musste man sich schon fragen, wie dies dieselbe Mannschaft sein konnte. Zwar ist der Dreier nur ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt, doch Arminia hat am Freitag gezeigt, dass man sich noch nicht aufgegeben hat. Auch der Schulterschluss mit den Fans ist nach den Worten von Carsten Rump in diesem Spiel gelungen: "Mir war es ganz wichtig, dass wir das Stadion und unsere Fans wieder auf unsere Seite bekommen und das haben wir geschafft. In der ersten Hälfte haben wir uns defensiv gut verhalten und das Spiel ausgeglichen gestaltet. Im zweiten Abschnitt hat uns unser frühes 1:0 geholfen. Die Fans hatten einen großen Anteil an dem Sieg." Auffällig blieb nach dem Spiel, dass mehrere Spieler noch einmal Worte ein Jürgen Kramny richteten: "Er wollte mit uns arbeiten und hat versucht auf uns einzugehen, aber wir haben es einfach nicht auf die Reihe bekommen und das steht auf unserer Fahne und das haben nur wir zu verantworten, dass er entlassen wurde. (Schuppan). Jürgen Kramny hat gute Arbeit geleistet. Wir wussten, dass es nicht immer der Trainer sein kann, sondern jeder einzelne Spieler musste sich hinterfragen (Hemlein). Einen Ausblick auf die kommenden Wochen gab Torschütze Hemlein gleich mit: "Wir haben gezeigt, dass wir es doch noch können, die Medien haben uns totgeschrieben – wahrscheinlich auch vollkommen zurecht, doch wir haben gezeigt, dass wir noch leben und ich bin positiver Dinge, dass wir unsere Ziele noch erreichen."