• Facebook
  • Twitter

Bestätigt! FC St. Pauli trennt sich von Janßen – Kauczinski übernimmt

© imago

Der FC St. Pauli hat sich von Cheftrainer Olaf Janßen getrennt – das gaben die Kiezkicker am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. Zeitgleich wurde mit Markus Kauczinski der Nachfolger vorgestellt.

Sieben Spiele ohne Sieg

Mit der Freistellung von Olaf Janßen reagieren die Kiezkicker auf die Talfahrt der vergangenen Wochen. Derzeit wartet St. Pauli seit sieben Spielen auf einen Sieg und verlor die letzten beiden Partien mit 0:4 und 0:5. Vor dem letzten Spieltag der Hinrunde stehen die Hamburger als 14. der Tabelle nur noch zwei Punkte vor dem Relegationsplatz zur 3. Liga – es droht der Abstiegskampf. Und dass Olaf Janßen die Wende schaffen würde, daran glaubten die Verantwortlichen nun nicht mehr. "Es ist für uns eine sehr schwere Entscheidung, weil sich Olaf Janßen in seiner Zeit beim FC St. Pauli Verdienste erworben hat und von allen im Verein für seine Qualitäten im fachlichen und menschlichem Bereich geschätzt wird", so Präsident Oke Göttlich.

"Habe die Zeit genossen"

Janßen stand erst seit Saisonbeginn an der Seitenlinie, zuvor war er unter Ewald Lienen bereits Co-Trainer (seit November 2016). Sein Vertrag läuft noch bis 2019. Aus 16 Liga-Spielen holte Janßen nur 20 Punkte – deutlich zu wenig für die Ansprüche der Kiezkicker. Zu seinem Abschied sagte er: "Ich habe die Zeit beim FC St. Pauli sehr genossen und all meine Kraft und Energie in die Arbeit mit der Mannschaft gesteckt. Die Mannschaft hat sich, seit ich vor der Winterpause der letzten Saison hier begonnen habe, ständig weiterentwickelt. Trotz der Rückschläge in den letzten beiden Spielen, wäre ich diesen Weg gerne selbst als Cheftrainer weitergegangen. Ich respektiere aber die Entscheidung der Gremien des Clubs. Ich bin davon überzeugt, dass die Jungs die Kurve kriegen werden und drücke dafür die Daumen.“

Markus Kauczinski übernimmt

Mit Markus Kauczinski wurde unterdessen bereits sein Nachfolger vorgestellt. Der 47-Jährige saß zuletzt zwischen Juli und November 2016 beim FC Ingolstadt auf der Bank, zuvor war er lange Zeit für den Karlsruher SC aktiv und stand mit den Badenern im Mai 2015 kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga. "Mit Markus Kauczinski haben wir einen absoluten Fachmann und Kenner der 2. Bundesliga verpflichten können. Er hat bereits während seiner Zeit in Karlsruhe gezeigt, dass er sich mit schwierigen Situationen auskennt. Wir sind überzeugt davon, mit ihm die Trendwende zu schaffen", erklärte Sportchef Uwe Stöver am Donnerstag.

"Musste nicht lange überlegen"

Sein Debüt als Pauli-Trainer wird Kauczinski am kommenden Sonntag gegen den MSV Duisburg feiern. "Als die Anfrage kam, musste ich nicht lange überlegen. Der FC St. Pauli ist ein Verein mit toller Perspektive und herausragenden Fans. Trotz der schwierigen Situation bin ich überzeugt, dass die Mannschaft über das Potential verfügt, um erfolgreich mit ihr arbeiten zu können", äußerte sich Kauczinski, der Patrick Westermann als Co-Trainer mitbringt.