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Dynamo Dresden: Die Lage wird bedrohlich

Die Lage für Dynamo Dresden im Tabellenkeller wird immer bedrohlicher. Nach der 0:4-Pleite gegen wahnsinnig effektive Kieler und dem Sieg der Heidenheimer sind die Sachsen mittlerweile punktgleich mit dem Relegationsplatz. Seit vier Spielen wartet die Neuhaus-Elf auf einen dreifachen Punktgewinn. 

Dresden drückt, Kiel macht das Tor

Gegen die Norddeutschen war Dynamo nicht die schlechtere Mannschaft, es haperte einmal mehr an der Chancenverwertung. "Wir haben gefightet, Torchancen herausgespielt – nur im Moment drücken wir den Ball nicht über die Linie“, wird Cheftrainer Uwe Neuhaus im "Sportbuzzer" zitiert.

Gegen den Tabellendritten hatte Dynamo gleich zu Beginn eine prima Gelegenheit zur Führung. Doch Moussa Koné scheiterte vom Elfmeterpunkt an Kiels Keeper Kronholm. Dresden presste früh, hatte mehr Ballbesitz, kam jedoch in der Folge kaum in die gefährliche Zone. Dann nahm das Unglück seinen Lauf. Dresdens Marcel Franke kam im Strafraum gegen Schindler zu spät. Den anschließenden Strafstoß nutzte der Gefoulte zur Führung in der 27. Minute. "Wenn ich runtergehe zum Grätschen, dann muss ich den Ball erwischen, sonst gibt es Elfmeter. Und ich glaube, ich habe den Ball nicht berührt", ärgerte sich Franke in der „Sächsischen Zeitung“. Dresden drückte weiter aufs Tempo. Haris Duljevic scheiterte an Kronholm, der Nachschuss von Marco Hartmann wurde geblockt.

Sachsen verlieren unter Wert

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Schwarz-Gelben optisch überlegen, doch die Kieler zeigten sich wesentlich kaltschnäuziger. Top-Torjäger Ducksch war nach 65 Minuten zum 2:0 für Kiel zur Stelle. Doch Dynamo gab nicht auf und spielte weiter munter nach vorne. Dresden hatte dann gleich zweimal Pech. Ein Tor von Joker Pascal Testroet wurde wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt. Zehn Minuten später verweigerte Schiedsrichter Felix Zwayer nach einem Foul an Erich Berko einen Elfmeter. Dynamo haderte mit dem Referee und der schlechten Chancenverwertung. Kiels Mühling und Ducksch schraubten in der Schlussphase das Ergebnis noch weiter hoch. "Kiel  hat die Dinger mit jedem Schuss reingeknallt, was uns heute mal gar nicht gelungen ist. Man hat zwei Mannschaften gesehen, die gut Fußball gespielt haben, aber wir schießen die Dinger halt nicht rein“, ärgerte sich Dynamo-Kapitän Marco Hartmann.