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Erzgebirge Aue: Die Serie endet auf der Alm

Acht Spiele waren die Erzgebirger ungeschlagen, in Bielefeld ging diese Serie nun zu Ende. Mit 0:2 verliert die Mannschaft von Hannes Drews beim direkten Konkurrenten Arminia Bielefeld und verpasst somit den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt. In der Tabelle rutschen die Veilchen zurück auf Tabellenplatz zehn und die Augen richten sich wieder gänzlich nach unten.

Köpke vergibt, Voglsammer trifft

Malcolm Cacutalua ist einer von zwei Auern, die bereits für die Arminia gespielt haben, gegen seinen Ex-Klub durfte Cacutalua wieder in die Startelf. Hannes Drews vertraute, bis auf diese Änderung, der selben Elf die beim Sieg gegen den FC St. Pauli auf dem Feld stand. Die Partie auf der Bielefelder Alm begann verhalten, beiden Teams war anzumerken, dass der Druck in den letzten Wochen nachgelassen hatte. Aue bemühte sich mit zunehmender Spielzeit zwar immer mehr den Ball in die gegnerische Hälfte zu tragen, doch durch die kompakte Raumdeckung der Hausherren fanden die Sachsen kaum einen Weg. Brandgefährlich wurde es im Bielefelder Strafraum nur einmal, nach einer Ecke hatte Köpke den Auer Führungstreffer schon auf dem Kopf, doch Ortega im Kasten der Arminia parierte wie ein Handballtorwart und hielt die Null. Der DSC kam nur selten aus der Deckung, kurz vor der Pause waren die Arminen aber hellwach. Nach einem Einwurf verschlafen die Veilchen die schnelle Spielaufnahme der Gastgeber. Über Klos und Kerschbaumer landete der Ball im Strafraum bei Voglsammer, der Martin Männel auch noch tunnelte. Die Auer Abwehr um Christian Tiffert machte hierbei keinen guten Eindruck.

Rückfall in alte Verhaltensmuster

Es war der erste Rückstand für die Veilchen seit sechs Spieltagen, doch eine entsprechende Reaktion blieb bei den Erzgebirgern aus. Stattdessen arbeitete der DSC in der zweiten Halbzeit am 2:0 und belohnte sich auch. Ein langer Schlag aus dem Mittelfeld flog den Veilchen um die Ohren, Kalig verlor das Kopfballduell gegen Voglsammer und sowohl Tiffert als auch Cacutalua konnten Klos nicht an dessen 111. Tor im Dress der Arminia hindern. Im Zweikampfverhalten fehlte der Biss und die Konsequenz, von leidenschaftlicher Gegenwehr war nichts zu sehen. Offensiv brachte die Erzgebirger zu wenig auf die Ketten, Nazarov der in den vergangenen Wochen als Ballverteiler gute Akzente setzen konnte, blieb über weite Strecken blass. So konnten auch seine Sturmkollegen Munsy und Köpke sich kaum entfalten. Nach dem 2:0 vergab die Arminia noch einige gute Chancen und die Veilchen entgingen einer höheren Pleite. Bis auf einen Pfostentreffer in der Schlussphase von Dominik Wydra gab es keine ernstzunehmenden Abschlüsse. Arminia Bielefeld gewann souverän und völlig verdient mit 2:0.

Vier Spiele für den Klassenerhalt

Drei Siege hatten die Veilchen in der Tabelle nach oben gespült, der ein oder andere Optimist schielte nicht ganz zu Unrecht sogar auf den Relegationsplatz. Wohlgemerkt für den Aufstieg in die Bundesliga. Diese kleinen Träume sind nun vorbei, mit dem deutlichen Auswärtssieg der Kieler Störche wird das Rennen um die Teilnahme an der Bundesliga nur noch zwischen den drei oberen Teams ausgemacht. Für den FC Erzgebirge fokussiert sich der Blick nun wieder auf den Abstiegskampf. Mit dem Sieg der Heidenheimer wird der Kreis der Abstiegskandidaten wieder größer, lediglich zwei Punkte Vorsprung bleiben den Lila-Weißen. Am kommenden Wochenende gastieren die kriselnden Zebras im Lößnitztal, danach warten mit Bochum, Dresden und Darmstadt vier direkte Konkurrenten. Vier bis sechs Punkte wird man in jedem Fall noch brauchen für den Klassenerhalt, dafür müssen die Veilchen aber sofort wieder in die Spur finden.