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"Ich sollte mich verletzen": Ya Konan erhebt schwere Vorwürfe

In diesem Sommer endet das große Missverständnis zwischen Didier Ya Konan und Fortuna Düsseldorf. Der gebürtige Ivorer wechselte vor zwei Jahren aus Hannover zur Fortuna, kam aber nur in 20 Spielen zum Einsatz, erzielte dabei vier Tore. Denn nach der vergangenen Saison wurde der Stürmer in die U23 abgeschoben, nach seiner Knieverletzung jedoch auch dort nicht gebraucht.

"Es lief zu viel schief"

In der "Bild" äußerte sich der 32-Jährige zu seiner Zeit in Düsseldorf: "Ich wurde 2015 geholt, als neuer Spieler braucht man Zeit. Die habe ich nicht bekommen. Es lief zu viel schief. Es wurden damals viele neue Spieler geholt. Dann war die Saison scheiße und man hat mich, Haggui, Sararer, van Duinen und Bolly verjagt. Dabei muss man eine Gruppe zusammenhalten, um eine Perspektive zu haben. Die gibt es bei Fortuna nicht.“

Er ist sich sicher: "Wenn du in die Bundesliga willst, musst du dem Team Zeit geben und darfst nicht nach einer schlechten Saison fast alle rausschmeißen. Nach nur einem Jahr war hier alles neu: Neuer Vorstand, neuer Sportdirektor, neuer Trainer… Das bringt nichts!" Dass der einstige Erstligist auch in dieser Saison wieder nur um den Klassenerhalt gespielt hat, lag auch an seiner Degradierung: "Die Mannschaft mit mir, Sararer und Haggui hatte viel mehr Qualität und war besser als die jetzige. Jetzt ist man zu 70 Prozent abhängig von Ihlas Bebou. Ich bin überzeugt: Mit einer anderen Führung wären wir schon wieder in der 1. Liga. Die aktuelle macht viel zu viele Fehler!“

Absichtlich falsch trainiert?

Auch an Trainer Friedhelm Funkel übt der ehemalige Nationalspieler Kritik: "Fortuna braucht einen besseren Trainer als Funkel! Fortuna braucht einen jungen Trainer mit Perspektiven und vielen Ideen. Ich habe nichts gegen Funkel. Aber er ist respektlos. Er hat nie mit mir geredet. Ich weiß bis heute nicht, warum er mich aussortiert hat…“ Und es wird noch härter. Ya Konan wirft dem Verein vor, ihn nach seiner Verletzung absichtlich falsch trainiert zu haben: "Als ich zur U23 kam, sollte ich sofort ins Einzeltraining. Eigentlich kein Problem. Aber ich kam gerade erst zurück von meiner Knieverletzung und sollte nur hohe Sprungübungen machen, nichts anderes! Dabei sagte mein Arzt, dass ich das nicht machen darf, weil das Risiko dann sehr groß ist, mich gleich wieder zu verletzen. Ich sollte mich verletzen, damit ich Sport-Invalide werde. Dann hätte Fortuna mein Gehalt nicht weiter zahlen müssen.“

Im Sommer ist endlich Schluss in Düsseldorf. Für den Rechtsfuß soll es noch weitergehen: "Ich will noch zwei Jahre Fußball spielen. Ich will zeigen, dass Fortuna Fehler gemacht hat. Ich bin noch lange nicht durch und will beweisen, dass ich immer noch sehr gut Fußball spielen kann!“