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Köllner: "Die Tabellenspitze interessiert mich überhaupt nicht"

Nach dem torlosen Remis beim FC St. Pauli ist der 1. FC Nürnberg bereits seit neun Spielen in Folge ungeschlagen. Da Verfolger Kiel erneut patzte, hat der Club jetzt fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der Sprung an die Tabellenspitze wurde jedoch verpasst. 

Viel Ballbesitz, wenig Torgefahr

Doch das juckte den FCN-Chefcoach nur wenig. "Wir sind weiter gut im Rennen. Die Tabellenspitze interessiert mich überhaupt nicht, wichtig war, dass wir gute Ballbesitzphasen haben“, wird Trainer Michael Köllner beim Portal "nordbayern.de" zitiert.

Das stimmte. Doch Ballbesitz schießt keine Tore. In der Offensive fehlte es dem Club von Beginn an in einer unterhaltsamen Partie häufig an der nötigen Durchschlagskraft. Die beste Chance hatte Angreifer Mikael Ishak, der eine Flanke von Defensivmann Enrico Valentini nur an den Pfosten köpfte und anschließend an Pauli-Keeper Himmelmann scheiterte. Wenig später musste Nürnbergs Schwede mit einer Knieverletzung vom Platz, was dem Offensivspiel der Franken alles andere als gut tat. "Wir haben uns vorne ein bisschen zu wenig bewegt und hatten zu wenige Läufe in die Tiefe. So war alles ein wenig zu statisch“, bemängelt Mittelfeldspieler Kevin Möhwald auf der Club-Homepage.

Franken halten die Null

Im zweiten Durchgang konnten sich die Nürnberger bei ihrem gut aufgelegten Keeper Fabian Bredlow oder beim Pfosten bedanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. "In der Vorrunde hätten wir so ein Spiel hinten raus wahrscheinlich noch verloren. So hat sich die Mannschaft für eine couragierte Leistung ein Lob verdient", sagte ein zufriedener Coach Michael Köllner. In der Schlussphase raffte sich sein Team nochmal auf und kam selbst zu ein paar Tormöglichkeiten. Doch Federico Palacios, Tobias Werner, Patrick Erras und Tim Leibold gingen jeweils leer aus. "Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein. St. Pauli stand tief und wir haben dagegen zu selten Lösungen gefunden. St. Pauli hat sehr kompakt agiert, da war es sehr schwer, durchzukommen“, befand Mittelfeldakteur Patrick Erras.