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Lazarettduell auf der Alm

Der DSC Arminia Bielefeld trifft am Freitag Abend in der heimischen SchücoArena auf den Tabellennachbarn Eintracht Braunschweig. Noch im Mai waren die Situationen beider Teams gänzlich gegensätzlich. Die abstiegsbedrohte Arminia besiegte den Aufstiegskandidaten aus Niedersachsen mit 6:0. Ein halbes Jahr später dümpeln beide Teams im Mittelfeld der Tabelle umher und haben zusätzlich noch eine immense Liste an Spielerausfällen.

Eine Serie endet

Für den DSC läuft es seit dem furiosen Saisonbeginn überhaupt nicht mehr rund. Seit dem vierten Spieltag hat die Arminia nur noch neun Punkte geholt, aus den letzten vier Partien gar nur noch einen. Zwar hat man in den letzten Wochen gegen vier Mannschaften der Top-5 aus der Liga spielen müssen, doch auch am letzten Spieltag in Aue gelang der Arminia erst sehr spät ein zweifelsfrei verdienter Ausgleich. Nichtsdestotrotz ist Bielefeld seit drei Monaten ohne Sieg auf heimischer Wiese und seit knapp zwei Monaten auch ohne Punktgewinn auf der Alm. Lediglich das 1:1 gegen Heidenheim hinterließ etwas Zählbares. Das soll sich gegen die Löwen aus Braunschweig wieder ändern – ebenso wie damals im Mai – gibt auch Trainer Saibene zu Protokoll: „Ich denke, es ist klar, dass sie etwas gutmachen wollen. Aber wir wollen den Erfolg unsererseits bestätigen, wenn auch nicht in der Höhe." Die Braunschweiger selbst haben in dieser Saison auswärts noch gar nicht gewonnen, aber auch erst einmal verloren. Aus den letzten vier Spielen holte die Lieberknecht-Elf immerhin wieder sechs Punkte. Eine der beiden Serien wird also enden, entweder Arminias Heim- oder Braunschweigs Auswärtsserie.

Beide Teams mit Rumpfkader

Wirklich einfach wird es aber für die beiden Kontrahenten nicht: Behrendt, Börner, Nöthe, Quaschner, Sporar, Baffo, Biada, Boland, Moll, Kumbela, Nyman und Valsvik, also insgesamt zwölf potentielle Stammspieler stehen den beiden Trainern nicht zur Verfügung. Auch deshalb wird sich die Personalsituation erst kurz vor Beginn entscheiden. Für Rechtsaußen Patrick Weihrauch ist das aber kein Grund zur Resignation, vielmehr sieht er den Willen der Mannschaft wieder zu gewinnen: „Wir wollen endlich mal wieder zu Null spielen, vorne machen wir eigentlich immer unsere Tore." Chefcoach Saibene will den Gegner auf keinen Fall unterschätzen, macht aber deutlich dass das Spiel kein Leckerbissen werden wird: "Ich erwarte ein Kampfspiel, sehr ausgeglichen. Eintracht hat trotz der vielen Ausfälle eine gefährliche Mannschaft und ist in der Tabelle momentan unter Wert platziert.“ Für die Blauen geht es immernoch darum endlich die 20-Punkte-Marke zu erreichen und damit das halbe Saisonziel zu erreichen. Die Fans wollen endlich wieder zuhause jubeln und der Abstand zur Abstiegszone soll wieder anwachsen. Dagegen dürften die Gäste allerdings etwas einzuwenden haben…