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Paderborn und Magdeburg vor Zweitliga-Aufstieg

© imago

Während die 2. Bundesliga spannend wie nie ist, ist das Rennen um die direkten Aufstiegsplätze in der 3. Liga bereits so gut wie entschieden. So werden der SC Paderborn und der 1. FC Magdeburg das Rennen machen. Schon am kommenden Samstag könnte es soweit sein.

Paderborn: Offensivpower sorgt für Aufstieg

Seit nunmehr fünf Spielzeiten beschert der SC Paderborn Aufstiegsfreude oder Abstiegstränen. In der Saison 2013/14 feierten die Westfalen den Aufstieg in die Bundesliga, nur um eine Saison später wieder in die zweite Liga abzusteigen. Von dort aus wurde der SCP direkt in die dritte Liga durchgereicht. Auch in der letzten Saison war Paderborn sportlich abgestiegen, rettete sich nur durch das Chaos bei 1860 München. Als eigentlicher Absteiger rechnete wohl kaum ein Drittliga-Fan mit solch einer dominanten Saison 2017/18. Das Team von Trainer Steffen Baumgart eröffnete mit einem spektakulären 4:4 in Halle die Saison, wobei sie einen 4:1 Vorsprung verspielten. Die Klasse der Mannschaft sprach sich schnell bei der Konkurrenz um und Abwehrreihe um Abwehrreihe wurde schwindelig gespielt. Nach einem 5:0-Heimsieg gegen Großaspach stand der SCP am 4. Spieltag erstmals auf einem Aufstiegsplatz und sollte sich im Laufe der Saison nicht mehr verdrängen lassen.

Doch nicht nur in der Liga sorgte die Baumgart-Elf für Begeisterung, auch im DFB-Pokal starteten sie furios durch. In der ersten Runde schalteten sie Zweitligist St. Pauli mit einem 2:1 aus. In Runde zwei musste der VfL Bochum dran glauben (2:0) und im Achtelfinale machte der SCP den Zweitligisten-Hattrick perfekt (1:0 gegen Ingolstadt). Im Viertelfinale war dann Endstation. Trotz einer couragierten Leistung war der FC Bayern München eine Nummer zu groß (0:6).

In der Zwischenzeit ließ man im Ligaalltag den gegnerischen Mannschaften kaum eine Chance und verpasste nur knapp den höchsten Sieg der Drittliga-Geschichte (7:1 gegen Bremen II). So war es kein Wunder, dass sich der SCP auch die Herbstmeisterschaft mit 43 Punkten und 47 geschossenen Toren sicherte. Wer in der zweiten Saisonhälfte mit einem Einbruch rechnete, wurde eines besseren belehrt und das obwohl die Westfalen ihren Top-Torjäger Dennis Srbeny Richtung England ziehen ließen. Mit zwei 5:0-Siegen und einem 6:0-Erfolg in den letzten drei Spielen ist Paderborn so gut wie aufgestiegen. Bei noch vier ausstehenden Spielen muss es schon mit wundersamen Mitteln zugehen, dass der Tabellenführer seine elf Punkte Vorsprung noch verspielt. Die Paderborner Fans dürfen gespannt sein, ob es nächste Saison wieder um den Auf- bzw. Abstieg geht, oder ob sich der Verein eine Saison ohne Aufstiegsfreuden oder Abstiegsangst leistet.

Magdeburg: Erstmals zweite Liga

Anders als die Paderborner verfehlte der 1. FC Magdeburg im letzten Jahr nur knapp den Aufstieg (4. Platz) und ging somit als Mitfavorit in die neue Spielzeit. Dieser Rolle wurden sie sofort gerecht und stehen seit dem 5. Spieltag unter den Top 3. Nahezu im Gleichschritt grüßte man mit dem SCP von den Aufstiegsrängen und fügte den Paderbornern am 9. Spieltag sogar die erste Niederlage zu (1:0). Auch im DFB-Pokal machten sich die Sachsen-Anhalter einen Namen, nachdem sie erneut den FC Augsburg in der ersten Runde aus dem Pokal kegelten. In Runde zwei gelang gegen Borussia Dortmund hingegen keine weitere Überraschung (0:5).

Im Ligaalltag leistete sich der FCM kaum eine Schwäche und überzeugte immer wieder durch seine Abgeklärtheit. So standen ebenfalls 43 Punkte zur Winterpause auf der Haben-Seite. Die Elf von Jens Härtel ließ auch in der zweiten Saisonhälfte nicht nach und gewann anders als in den vergangenen Spielzeiten nun auch die Schlüsselduelle. Zuerst wurde zuhause der Karlsruher SC mit 2:0 nach Hause geschickt, im Anschluss ein vorentscheidender Auswärtssieg bei Wehen Wiesbaden (2:1) eingefahren. Der FCM-Coach profitierte dabei von einem exzellent besetzten Kader, der ihm immer wieder neue Möglichkeiten eröffnete. Mit einem Sieg am Dienstag im Nachholspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena kann Magdeburg punktemäßig auf Paderborn aufschließen und hätte damit ebenfalls elf Punkte bei noch vier zu spielenden Partien Vorsprung. Der 1. FC Magdeburg wird im kommenden Jahr erstmals in Liga 2 spielen und für ordentlich Attraktivität auf und außerhalb des Platzes sorgen. Mit einem Zuschauerschnitt von 17.749 Zuschauern führen sie die Drittliga-Tabelle in diesem Bereich souverän an.