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Razzia gegen Dynamo-Fans

Nachdem die Fans von Dynamo Dresden die Auswärtsfahrt zum Karlsruher SC in der vergangenen Saison zum "Krieg gegen den DFB" erklärten, kam es nun am Dienstag zu Razzien gegen mehrere Beteiligte der Ausschreitungen rund um das Auswärtsspiel.

33 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht

Die Untersuchungen richteten sich gegen mehr als 20 Tatverdächtige, teilten die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Karlsruhe am Dienstag mit. Einzelheiten wollten die Karlsruher Ermittler am Nachmittag auf einer Pressekonferenz in Dresden nennen.

Anlass der Razzien sind Ausschreitungen bei einem Spiel der Dresdner am 14. Mai in Karlsruhe. Damals waren Dynamo-Fans unter dem Motto "Krieg dem DFB" in Tarnkleidung zum Stadion marschiert. Dabei kam es unter anderem zu Angriffen auf Polizeikräfte, auch gegen Ordner im Stadion wurde Gewalt angewendet. 21 Beamte erlitten im Mai schmerzhafte Knalltraumata, auch zahlreiche Ordner wurden verletzt.

Bei der Razzia in 33 Wohnungen und Geschäftsräumen wurden zeitgleich auch Objekte in Brandenburg, Baden-Württemberg und der Schweiz durchsucht. Die Ermittlungen richten sich auf Straftaten wie Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Sie werden beim Polizeipräsidium Karlsruhe von einer Ermittlungsgruppe "Dynamo" geführt.