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Sandhausen jubelt unter "extremem Bedingungen"

Nach zwei Niederlagen am Stück zeigt die Tendenz beim SV Sandhausen wieder nach oben. Nach dem 3:1-Heimsieg gegen Bielefeld klettert der SVS auf den siebten Rang und gehört wieder zur Verfolgergruppe des Spitzentrios. 

200. Treffer in der SVS-Zweitliga-Geschichte

Auf dem komplett mit Schnee bedeckten Rasen kam bei beiden Teams in der ersten Halbzeit kein Spielfluss auf. Ähnlich wie die Arminia versuchte es auch der SVS immer wieder mit langen Bällen, ein gutes Passspiel war bei den widrigen Platzverhältnissen kaum möglich. "Wir haben uns im Vorfeld intensiv mit dem Gegner beschäftigt und uns einen Matchplan zurechtgelegt. Nachdem wir dann hier im Stadion ankamen, mussten wir unseren Plan ändern und wir haben unser Spiel auf zweite Bälle umgestellt", wird Chefcoach Kenan Kocak auf der Vereins-Homepage zitiert. In der Nachspielzeit schlug der SVS dank einer Standardsituation in einer ausgeglichenen Partie zu. Nach einer Ecke brachte der lauernde Angreifer Lucas Höler die rote Kugel im Tor unter.

Nach dem Seitenwechsel dann die kalte Dusche für die Kurpfälzer. Die Gäste nutzen einen Abpraller zum Ausgleich. Doch die Kocak-Elf ließ sich davon nicht beeindrucken und suchte ihr Heil weiter in der Offensive. Das zahlte sich bei jetzt etwas besseren Bedingungen aus. Nur fünf Minuten nach dem Rückschlag tauchte Stürmer Richard Sukuta-Pasu frei vor Ortega auf und ließ dem Schlussmann der Gäste keine Abwehrchance. Es war das 200. Tor in der SVS-Zweitliga-Historie. "Dass ich den Torwart getunnelt habe, war volle Absicht. Die Bedingungen waren heute extrem. Dafür haben wir’s gut gemacht", wird der Torschütze in der "Rhein-Neckar-Zeitung" zitiert. 

Joker Derstroff sticht und macht den Deckel drauf

Doch das Spiel blieb weiter spannend, weil die Gäste postwendend um eine Antwort bemüht waren. Der SVS bekam das Match mit der Zeit jedoch wieder besser in den Griff und markierte kurz vor Schluss das erlösende 3:1. "Die 2:1-Führung war ein gefährliches Ergebnis, Bielefeld hat auf den Ausgleich gedrückt. Zum Glück war ich im entscheidenden Moment am richtigen Ort“, sagte Torschütze Julian Derstroff nach dem kampfbetonten Spiel. Am nächsten Sonntag möchten die Kurpfälzer gegen Kiel nachlegen.