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Sebastian Polter: "Dass wir keinen Erfolg haben, lähmt uns"

Neue Besen kehren nicht immer zwangsläufig gut. Mit dem neuen Chefcoach André Hofschneider kassierte Union Berlin eine bittere 0:1-Heimniederlage gegen Dynamo Dresden. Die Eisernen bleiben zwar Tabellenvierter, sind weiter in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen, haben jedoch seit Anfang November das Siegen verlernt. Die Schlappe gegen Dresden war bereits das vierte sieglose Spiel in Folge und die erste Heimpleite in dieser Saison

Zu sehr auf Defensive bedacht

Nach der überraschenden Entlassung von Trainer Jens Keller präsentierte sich Union über weite Strecken ohne Ideen gegen kompakte und zweikampfstarke Sachsen. Nach neun Gegentoren in drei Spielen waren die Köpenicker vor allem auf Stabilität bedacht. "Wir wollten kompakter stehen und weniger zulassen als in Bochum", sagte der Ex-Dresdner Akaki Gogia gegenüber dem "Tagesspiegel". "Das war unser primäres Ziel und ist uns auch ganz gut gelungen.“ Doch durch die Konzentration auf die Defensive litt das Offensivspiel der verunsicherten Berliner. Die wenigen guten Umschaltmomente wurden nicht genutzt, so dass es ist mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Pause ging.

Großchance versemmelt

Auch nach Wiederanpfiff zeigten die Eisernen wenig Biss und hatten bei einem Beinahe-Eigentor von Dennis Daube Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Passend zum Union-Auftritt: Torjäger Sebastian Polter versiebte eine Großchance und setzte aus fünf Metern die Kugel über das Gehäuse. "Wenn ich den reinmache, geht die Partie ganz anders aus, da bin ich mir sicher“, meinte der 26-Jährige gegenüber dem "Berliner Kurier".

Hatte er aber nicht und so nahm das Schicksal der Eisernen seinen Lauf. Ein Fehler von Kapitän Felix Kroos brachte die Sachsen schließlich auf die Siegerstraße. Der Unioner hatte wenige Meter vor dem Tor Lambertz den Ball auf den Fuß geköpft. "Das nehme ich auf meine Kappe", sagte der Kapitän gegenüber der "Berliner Zeitung". "Ich laufe mit vollem Tempo rein und denke, dass er an mir dran ist. Ich wollte vor ihm am Ball sein.“ Teamkollege Sebastian Polter fand nach dem wenig überzeugenden Auftritt selbstkritische Worte. "Es hat auch gefehlt, dass die Fans sehen: Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen. Wir haben Qualität, aber man sieht sie nicht auf dem Platz. Dass wir keinen Erfolg haben, lähmt uns", so der Angreifer.