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Lasse Sobiech: "Wir hätten den Sieg verdient gehabt"

Nach dem 0:0-Heimremis gegen den Tabellenzweiten aus Nürnberg weiß man beim FC St. Pauli nicht, ob man lachen oder weinen soll. Denn in einem gutklassigen Flutlichtspiel hatten die Hamburger sich gegen einen starken Gegner eine Vielzahl von Torchancen erarbeitet. Da war der Punkt am Ende fast zu wenig. So bleibt es bei nur zwei Siegen aus den vergangenen 13 Begegnungen. 

Kiezkicker erarbeiten sich mehr Tormöglichkeiten

Bei Chefcoach Markus Kauczinski überwog während der Pressekonferenz dennoch die Freude. Wir haben uns gewehrt und alles reingelegt", lobte der Trainer. "Wir haben heute gesehen, dass wir gegen ein Top-Team bestehen können und ein gefährlicher Gegner sind“, lobte Kauczinski.

Im Spiel gegen den Aufstiegskandidaten aus Franken überzeugte seine Truppe vor allem kämpferisch und läuferisch, setzte aber auch spielerische Akzente. Die Defensive stand sicher und die Standards der Kiezkicker waren gefährlich. Nürnberg hatte mehr Ballbesitz, die Paulianer die besseren Tormöglichkeiten. Aber entweder, die Schüsse der Hamburger verfehlten ihr Ziel, oder es war noch ein Gegenspieler dazwischen. "Es war wie verhext, der Ball wollte nicht rein. Ich habe ihn schon mehrfach drin gesehen. Wichtig ist, dass wir die Null gehalten haben“, wird Angreifer Sami Allagui auf der Pauli-Homepage zitiert. Nach nur zwölf Sekunden hatte er den ersten Schuss aufs Nürnberger Tor abgegeben.

Gegen ein Top-Team die Null gehalten

Auch in der zweiten Halbzeit war St. Pauli das torgefährlichere Team. Pech hatten die Hamburger, als Stürmer Aziz Bouhaddouz nach 48 Minuten nach einem Freistoß nur die Latte traf. Bouhaddouz war es auch, der zwölf Minuten vor Schluss an Nürnbergs Keeper Bredlow scheiterte. "Bei der Szene mit Ewerton sehen wir beide den Ball nicht, dann treffe ich ihn nicht voll und Bredlow ist auf dem Posten“, ärgerte sich Bouhaddouz. Weil auch die Gäste in der Schlussphase Tormöglichkeiten nicht nutzten, blieb es beim torlosen Remis. "Die Devise muss gegen Top-Mannschaften sein, die Null zu halten. Natürlich war das Spiel auf des Messers Schneide. Wenn jemand es verdient hätte zu gewinnen, wären wir es gewesen", meinte Abwehrchef Lasse Sobiech.