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Veilchen hadern mit Schiedsrichter: Aue verliert in Heidenheim

Nach der Heimpleite gegen Fortuna Düsseldorf haben die Veilchen auch das Nachholspiel gegen den 1. FC Heidenheim verloren. Wieder einmal nutzten die Sachsen ihre Chancen nicht und wurden von einem schwachen, aber vor dem Tor effektiven Gegner geschlagen. Doch diesmal stand auch der Referee im Mittelpunkt, er schickte Aues Innenverteidiger Dennis Kempe vom Platz.

Soukou und Köpke vergeben die Auer Führung

Zwei neue Spieler brachte Thomas Letsch im Vergleich zum Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf, Dominik Wydra gab sein Veilchendebut und Cebio Soukou rutschte für Mario Kvesic in die Offensive. Die Partie vor 10500 Zuschauern an der Brenz begann schleppend, beiden Mannschaften war ihre Verunsicherung anzusehen. Strafraumszenen gab es kaum, auch ein Spielfluss stellte sich nicht ein, viele Nickligkeiten und Zweikämpfe im Mittelfeld prägten die Partie. Aue bekam die Heidenheimer nach einer Viertelstunde aber immer besser in den Griff und verlagerte das Spiel langsam aber sicher in die Hälfte der Gastgeber. Doch wie schon am Wochenende kassierten die Veilchen mit der ersten ernstzunehmenden Aktion des Gegners einen Gegentreffer. Schnatterer durfte unbedrängt in den Strafraum flanken, wo Thiel ebenfalls völlig alleingelassen zur Heidenheimer Führung einschieben konnte. Erneut sah die Auer Abwehrkette alles andere als gut aus, noch fehlt den Lila-Weißen die Zuordnung und Stabilität. Doch diesmal antworteten die Auer schnell, Nazarov bediente Köpke im Strafraum, der scheiterte noch an Keeper Müller, doch der abgefälschte Ball landete direkt vor Soukous Beinen, der nur noch abstauben musste, 1:1. Schon wenige Minuten vor dem Gegentor hatte Köpke die Chance zur Auer Führung gehabt, doch der Top-Torjäger aus dem letzten Jahr bekam den Ball nicht auf das Heidenheimer Gehäuse. Auch Cebio Soukou scheiterte unmittelbar vor der Pause mit einem Lupfer an Keeper Müller, nach einem langen Ball war der Aues Torschütze schon frei durch und auf dem Weg zum Doppelpack. Doch so ging es nur mit einem 1:1 in die Pause.

Schiedsrichter Badstübner schickt Kempe vom Platz

Nach dem Seitenwechsel versandete die Partie zusehends im Mittelfeld, beide Abwehrreihen wurden kaum geprüft. Beide Mannschaften fehlte der richtige Zug zum Tor und so sah es lange nach einem Unentschieden aus. In der 76. Minute zeigte Schiedsrichter Florian Badstübner Aues Dennis Kempe den zweiten gelben Karton, Platzverweis. Der junge unerfahrene Spielleiter hatte schon über die gesamte Partie Probleme eine klare Linie zu finden. Der Referee ahndete einen zu energischen Armeinsatz des Auer Innenverteidigers, doch es war kein gelbwürdiges Foul. In Unterzahl musste Thomas Letsch handeln und brachte mit Malcolm Cacutalua einen weiteren Neuzugang für die Innenverteidigung. Doch es war Heidenheims Trainer Frank Schmidt der ein besseres Händchen bewies, sein Joker Titsch-Rivero stach. Keine fünf Minuten nach dem Platzverweis bescherte der zweite helle Moment der Roten an diesem Abend den Siegtreffer. Wieder wurde den Veilchen ein schneller Angriff zum Verhängnis und Titsch-Rivero brachte die Heimmannschaft in Front. Mit einem Mann weniger waren die Veilchen in den Schlussminuten chancenlos und verloren mit 1:2. Gut gespielt aber trotzdem verloren, dieses Lied kennen die Veilchen-Fans nur zu gut aus der vergangenen Saison. Thomas Letsch muss seine Abwehrreihe endlich stabilisieren und im Sturm müssen die Sachsen ähnlich kaltschnäuzig wie ihre Gegner sein.

Nächste Herausforderung wartet schon

Zwei bittere Niederlagen, Tabellenletzter, den Saisonstart haben sich die Veilchen anders vorgestellt. Nachdem man zuhause gegen Düsseldorf eine Vielzahl von Torchancen vergab, haderte man in Heidenheim mit den Schiedsrichterentscheidungen. Viel Zeit zum Durchpusten bekommen die Veilchen nicht, schon am Wochenende geht es im Pokal nach Wehen. Die Wiesbadener haben mit ihrem Trainer Rüdiger Rehm, der als Aktiver zwei Jahre in Aue spielte, einen sehr guten Saisonstart hingelegt und sind ein ernstzunehmender Gegner. Nach den zwei Pleiten brauchen die Erzgebirger ein Erfolgserlebnis und das ausgerechnet im DFB-Pokal.