• Facebook
  • Twitter

VfL Bochum: Hochstätter und Rasiejewski entlassen!

© imago/Eisenhuth

Der VfL Bochum hat auf die sportliche Talfahrt reagiert und am späten Mittwochabend sowohl Trainer Jens Rasiejewski, als auch Sportvorstand Christian Hochstätter mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern entbunden. Im Abstiegsgipfel gegen den SV Darmstadt 98 wird der bisherige Co-Trainer Heiko Butscher auf der Trainerbank Platz nehmen. Mit Sebastian Schindzielorz übernimmt ein weiterer Ex-Spieler Verantwortung beim VfL.

Trainer-Posse wird zum Verhängnis

"Wir danken Christian Hochstätter für über vier Jahre intensiver, vertrauensvoller und erfolgreicher Zusammenarbeit. Allerdings sind wir aufgrund der Entwicklungen in den vergangenen Wochen zu dem Entschluss gekommen, dass das gesamte Team einen neuen Impuls braucht", lautet das erste Statement von Hans-Peter Villis, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des VfL Bochum, auf der vereinseigenen Homepage. Mit diesem Satz endet die Amtszeit von Christian Hochstätter als Sportvorstand des VfL Bochum, der zuletzt massiv bei den eigenen Anhängern in die Kritik geraten war. Besonders die Personalie des Chef-Trainers wird Hochstätter am Ende den Job gekostet haben. Nach der kurzfristigen Entlassung von Gertjan Verbeek kurz vor Saisonbeginn verpflichtete der 54-Jährige mit Ismael Atalan und Jens Rasiejewski zwei Trainer, die keinen Zugang zum durchaus gut besetzten Kader des VfL Bochum fanden. Die Aufgaben Hochstätters wird künftig Sebastian Schindzielorz übernehmen, der in seiner Profi-Karriere selbst 147 Pflichtspiele für die Bochumer bestritt.

Sportliche Krise unaufhaltsam

Neben Schindzielorz steht im Krisenduell gegen den SV Darmstadt 98 auch Heiko Butscher im Fokus. Der bisherige Co-Trainer der Bochumer hat ebenfalls eine Vergangenheit als Spieler beim VfL und wird am kommenden Spieltag der dritte Mann sein, der sich in der laufenden Saison als Chef-Trainer auf die Bank setzen darf. Denn auch der bisherige Coach Jens Rasiejewski spielt in den sportlichen Planungen des Aufsichtsrates keine Rolle mehr. Der im Jugendbereich äußerst erfolgreiche Rasiejewski kam im Sommer 2015 von der U17 der TSG 1899 Hoffenheim nach Bochum und arbeitete dort zunächst als Leiter der Nachwuchsabteilung, ehe er für 34 Spiele als Co-Trainer für Gertjan Verbeek fungierte. Anschließend empfahl sich der 43-Jährige mit einem Punkteschnitt von 2,22 Zählern in neun Partien in der zweiten Mannschaft der Bochumer für den Posten als Chef-Trainer. Als Interimstrainer holte er zunächst noch zehn Punkte aus sieben Spielen, nach seiner Beförderung kurz vor der Winterpause folgte nur noch ein Sieg und schließlich vier Niederlagen am Stück. Mit der Entlassung der beiden Verantwortlichen reagiert der VfL Bochum somit auf die sportliche Krise, die nun – aus Bochumer Sicht – hoffentlich ihren Höhepunkt erhält.