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1. FC Nürnberg: Entwicklungsschritte beim Pokal-Aus gegen Leipzig

imago images / Zink

Der 1. FC Nürnberg scheidet mit 0:3 gegen den Bundesligisten RB Leipzig in der 1. Runde des DFB-Pokals aus. Trotz des klaren Ergebnisses gab es vor allem Lob vom gegnerischen Trainer.

Frühes Gegentor

Nicht einmal drei Zeigerumdrehungen waren vergangen, als alle Nürnberger Traumvorstellungen, den Bundesligisten aus Leipzig ins Wanken zu bringen, geplatzt waren. Nach einem Abspielfehler im Aufbau von Club-Schlussmann Christian Mathenia, der den Vorzug gegenüber Neuzugang Früchtl erhalten hat, nutzte RB die Überzahlsituation und Amadou Haidara konnte aus 20 Metern mit einem wuchtigen Schuss die frühe Führung für den Favoriten erzielen (3.). "Wir kriegen gleich ein frühes Gegentor. Das nimmt dir natürlich ein bisschen den Mut, den du in so einem Spiel brauchst", befand der neue FCN-Trainer Robert Klauß, der in der letzten Saison noch für den Gegner als Co-Trainer an der Seitenlinie stand.

Absolute Dominanz

"Mit der Führung hat Leipzig sehr selbstbewusst agiert, während wir falsche Lösungen gewählt haben. Da müssen wir mutiger sein", führte Klauß weiter aus. Was er meinte? Der Bundesligist konnte inmitten des ersten Durchgangs zwischenzeitlich 84% Ballbesitz erspielen und machen, was er wollte. "Nach vorne haben wir in der ersten Halbzeit gar nicht stattgefunden", befand auch Club-Kapitän Enrico Valentini. Trotzdem ging es mit der knappen Führung in die Pause. Nach der Pause wurde der Zweitligist zwar besser, aber das Ergebnis nicht. RB-Stürmer und Ex-Hamburger Hwang setzte sich gegen Sörensen durch und bediente Joker Yussuf Poulsen, der das zweite Leipziger Tor erzielen konnte (67.). Den Schlusspunkt setzte Hwang nach Vorlage Poulsen dann selbst (90.). Ein standesgemäßes 0:3 stand am Ende auf der Anzeigetafel.

"Paroli geboten"

"Gegen so einen Gegner muss einfach alles passen. Wir nehmen aber mit, dass wir dem Gegner in der zweiten Halbzeit Paroli geboten haben", empfand auch Trainer Klauß. Auch Gäste-Trainer Nagelsmann musste anerkennen, dass es "kein Spaziergang" gegen den FCN gewesen sei. "Es ein verdienter Sieg. Dennoch hat man gesehen, dass sich hier in Nürnberg etwas entwickelt", analysierte der RB-Trainer über das Teams seines ehemaligen Assistentens. Auch Keeper Mathenia sah, dass in dem zweiten Durchgang ein besserer Fußball gespielt würde. Seinen Fehler vor dem 0:1 würde er indes "gerne rückgängig machen, aber es geht weiter." Weiter geht es am kommenden Freitag, wenn der FCN in Regensburg zum Ligastart gastiert.