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"Absolut niedergeschlagen": Heidenheim zieht den Kürzeren

© IMAGO / Sportfoto Rudel

Erst geführt, dann in der Verlängerung zurückgekommen und am Ende trotzdem ausgeschieden – die Pokalbilanz des 1. FC Heidenheim bei der 2:3-Niederlage in Rostock war ernüchternd. Eigentlich sahen sich die Brenzstädter auf keinem schlechten Weg, die Leistung war durchaus ansprechend. Allerdings halt ohne Ertrag, wo auch die Beteiligten ihre Finger in die Wunde legten.

Heidenheimer Ärger überwiegt

Am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) lädt der 1. FC Heidenheim zum Heimspiel gegen Hansa Rostock ein. Dann wird es um die Revanche für das Aufeinandertreffen im Erstrundenduell des DFB-Pokals gehen, das die Hanseaten am vergangenen Sonntag für sich entschieden. "Man ist absolut niedergeschlagen. Ich finde es war ein Pokalkampf auf Augenhöhe", ärgerte sich Kapitän Patrick Mainka, der mit seinen beiden Treffern in jeweils ein Netz eine besondere Rolle an diesem Abend ausfüllte. "Es ist alles noch nicht in Worte zu fassen. Ich glaube, dass wir kein schlechtes Spiel gemacht haben."

Ein schlechtes Spiel kann den Heidenheimern tatsächlich nicht nachgesagt werden. "Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht haben, uns die Führung auch verdient haben", lobte Cheftrainer Frank Schmidt seine Mannschaft sogar für die erste Phase der Partie. Einzig die "Qualität der Chancen" gab dem Übungsleiter zu denken, denn zur Pause hätte Heidenheim vielleicht schon höher führen müssen. "Aber das war dann auch so ein bisschen der Startschuss für Hansa Rostock, die dann auch die eine oder andere Situation vor unserem Tor hatten – insbesondere nach Balleroberungen, als wir dann angefangen haben zwei, drei unnötige Ballverluste zu haben", so Schmidt anschließend.

"Gefühlt hatten wir ein bisschen mehr im Tank"

In der zweiten Hälfte glich Rostock aus, im ersten Teil der Verlängerung ging die Kogge dann in Führung. "Wir hatten dann einen schlechten Start, lagen 2:1 hinten, aber es war noch genügend Zeit, um zurückzukommen", gab Schmidt mit seinem Team nicht auf – und belohnte sich mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich in der 108. Spielminute. Der Coach war eigentlich optimistisch: "So gefühlt hatten wir ein bisschen mehr im Tank, aber haben die Situationen über außen nicht gut gespielt." Ein Treffer deutete sich allerdings nicht mehr an, sodass das Elfmeterschießen bereits in den Hinterköpfen spukte.

Und "dann kommt die eine Aktion, in der wir ein bisschen pennen und die Orientierung ein wenig gefehlt hat", ärgerte sich Mainka erneut. Denn Hansa erzielte den Lucky Punch, von dem sich Heidenheim nicht mehr erholte. "Ich glaube, zumindest das Elfmeterschießen hätten auch wir heute verdient gehabt. Aber darum geht es nicht, da geht es am Ende um das Ergebnis", bedauerte Schmidt den Ausgang der Partie. Nun bleibt den Heidenheimern vorerst nur der Gedanke an das kommende Wochenende, an dem es zum direkten Wiedersehen kommt. "Natürlich sind wir jetzt auf Revanche aus und wollen die drei Punkte in der Liga holen", versprach Kapitän Mainka zuversichtlich.