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Abstiegskampf: Eichner geht erneutes Remis "auf den Sack"

© imago images / Eibner

Beim 1:1-Unentschieden in Hannover kassierte der Karlsruher SC sein erstes Gegentor nach der Corona-Zwangspause. Auch deshalb verpasste die Mannschaft von Cheftrainer Christian Eichner erneut den Sprung über den Strich und muss den Punktgewinn aus dem elften Remis der Saison erst noch "vergolden".

Karlsruhe tritt auf der Stelle

Mit sieben Unentschieden in Folge schwang sich der Karlsruher SC in der Hinrunde der laufenden Saison beinahe zum Remis-König der Spielklasse auf. Nur Sandhausen und Darmstadt haben inzwischen öfter ein Remis erzielt, als die Badener und Cheftrainer Christian Eichner kann das Ergebnis nicht mehr sehen: "Wir nehmen den Punkt mit, auch wenn mir die Unentschieden auf den Sack gehen, weil wir nicht von der Stelle kommen."

Innerhalb der Mannschaft konnte der Coach eine Entwicklung feststellen, immerhin war das Gegentor in Hannover der erste Gegentreffer seit der langen Corona-Zwangspause – zuvor spielte das Team um Keeper Benjamin Uphoff zwei Mal zu Null. Trotzdem resultiert daraus halt eben nur ein Punktgewinn, den Eichner noch nutzen will: "Wir müssen diesen Punkt am Samstag vergolden." Dann geht es nämlich gegen den FC St. Pauli, zu dem die Badener mit einem Sieg den Anschluss herstellen könnten.

"Es hat mir imponiert"

Vorher muss der KSC allerdings seine Schwächen abstellen. Nach einer guten ersten Hälfte, in der das Team von Eichner ohne Tore in die Pause ging, startete die zweite Hälfte denkbar schlecht mit dem Gegentreffer: "Es ist leider wie so oft in den letzten Spielen gewesen. Wir sind zwar da, aber wir brauchen immer ein paar Minuten, bis wir final da sind." Und nach dem Gegentor habe seine Mannschaft entsprechend nochmal ein bisschen Zeit gebraucht, um den Schock zu verdauen.

"Was sie in der letzen halben Stunde geleistet haben, das war schon sehr, sehr toll und wir haben verdienterweise den Ausgleich gemacht", sah Eichner aber auch die Steigerung seines Teams, die eine Gier für den Sieg entwickelte: "Es hat mir imponiert, dass sie dann noch mehr wollten." Nur konnten die Karlsruher die Partie letztlich nicht für sich entscheiden, andersherum hatten sie auch Glück in der Schlussphase bei einem Abschluss von Linton Maina beispielsweise. Deswegen hinterließ das erneute Remis bei Eichner auch gemischte Gefühle: "Ich weiß noch nicht genau, ob ich mich ärgern oder freuen soll."