• Facebook
  • Twitter

"Alle haben daran geglaubt": FCM befreit sich aus Negativspirale

© IMAGO / Zink

Im Krisenduell mit der SpVgg Greuther Fürth konnte der 1. FC Magdeburg weiteres Selbstvertrauen sammeln – und den ersten Erfolg nach fünf sieglosen Spielen einfahren. Den Glauben daran hatte Cheftrainer Christian Titz nie verloren, was er nun wieder auf seine Mannschaft und das Publikum übertragen konnte. Der Mann des Tages war Moritz-Broni Kwarteng.

"Unser Spiel ging nahtlos weiter"

Vor genau einem Jahr wusste Moritz-Broni Kwarteng noch nicht, wie seine Zukunft im Profi-Fußball aussieht. Der 24-jährige Stuttgarter war vereinslos, nachdem sein Vertrag beim Hamburger SV ausgelaufen war – und es dauerte bis Ende Januar, bis sich Kwarteng bei den Magdeburgern empfehlen konnte. Zweimal tauchte der Probespieler im Probetraining auf, um sich für Christian Titz zu empfehlen. Heute ist der Offensivspieler mit vier Toren und drei Vorlagen der Mann der Stunde beim FCM. Den Siegtreffer gegen Fürth besorgte Kwarteng selbst.

"Von unserem Spiel her ging es nahtlos weiter, was wir in den letzten Auswärtsspielen gespielt haben", blickte Titz auf den 2:1-Sieg gegen die Kleeblätter zurück. "Es war klar, dass wir auf eine Mannschaft treffen, die ihrerseits eine gute Spielkontrolle pflegt. Das haben wir durch unsere Art auf unsere Seite gezogen." Denn der Aufsteiger sicherte sich Feldvorteile und übte sich in Geduld, um gegen den kriselnden Bundesliga-Absteiger zuzuschlagen. Eine Vorlage von Kwarteng auf FCM-Debütant Cristiano Piccini ebnete den Weg. "Nach dem 1:0 hatte ich das Gefühl, dass es ein Spiel wird, das wir in der zweiten Halbzeit ziehen können", so Titz. "Dann haben wir leider einen Standard nicht verteidigt."

Kwartengs doppelte Sehenswürdigkeit

Mit dem 1:1-Pausenstand ging es in die Kabinen, doch der FCM ließ sich nicht verunsichern. Kurz vor Schluss war es Kwarteng, der die Lobeshymnen nicht abreißen ließ – aus der Distanz feuerte der 24-Jährige einen Ball per Innenpfosten ins Kreuzeck. "Wir belohnen uns heute mit einem hochverdienten Sieg", fand Titz nach Abpfiff. "Die Mannschaft war selbstbewusst und hat an sich geglaubt. Sie hat versucht, das Spiel schon in den Zweikämpfen für sich zu entscheiden." Diese Bereitschaft trug am Ende auch Früchte, denn mit dem Sieg springt Magdeburg nun wieder über den Strich.

Nach fünf Spielen ohne Erfolg war es für den Cheftrainer nicht selbstverständlich, dass sich seine Mannschaft nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich nicht verrückt machen ließ. "Das Gegentor hat mich nicht erfreut", schmunzelte der Trainer auf Nachfrage. "Heute ging es aber nicht darum, dass wir Verärgerung zeigen. Wir haben das Tor bekommen, das können wir nicht mehr ändern. Es war wichtig, dass wir im Spiel dringeblieben sind und uns davon nicht beeindrucken ließen", führte der Übungsleiter aus. Der Erfolg gibt dem FCM Recht. Und das nicht nur auf dem Rasen, wie Titz festhielt: "Mir hat gefallen, wie alle Menschen heute daran geglaubt haben." Kwarteng sei Dank, der seinen Jubel mit einem Salto krönte.