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Aufstiegsplan im Wald: Heidenheim will "bei sich selbst zu sein"

© imago images / Poolfoto

Das 0:0-Unentschieden im Hinspiel der Bundesliga-Regelation ist für den 1. FC Heidenheim das Ergebnis, das sich der Klub um Cheftrainer Frank Schmidt vor dem zweiten Aufeinandertreffen gewünscht hat. Nun wollen die Brenzstädter nicht für eine Überraschung sorgen, sondern die richtigen Entscheidungen im Rückspiel treffen. Der Matchplan dazu kam dem Coach im Wald.

Schmidt erwartet Bremer Umstellung

Mit kompaktem Stellungsspiel und eiserner Disziplin konnt der 1. FC Heidenheim den Favoriten aus Bremen im Hinspiel der Bundesliga-Relegation zermürben. Am heutigen Montag fällt die Entscheidung, wer letztlich als Sieger aus der Extrarunde hervorgehen wird und nächstes Jahr erstklassig spielt. "Es geht für uns nicht darum, für Überraschungen zu sorgen, sondern die richtigen Entscheidungen zu treffen – auch in Bezug auf den Gegner", erklärte Heidenheim-Coach Schmidt vor der Partie und verspricht: "Wir haben in Bremen viele Körner gelassen, aber bis morgen Abend haben wir den Tank wieder voll. Physis und Athletik sind zwei unserer Stärken."

Dabei will sich der Heidenheimer Übungsleiter nicht auf bestimmte Personalien der Bremer vorbereiten, sondern auf das System des Gegners. Weil Kapitän Niklas Moisander fehlt, ist das nämlich noch offen. "Bremen hat in der zweiten Halbzeit gegen uns schon umgestellt und hat dann die meiste Zeit mit einer Fünferkette agiert. Wir bereiten uns auf den Gegner vor, aber was genau passieren wird, wissen weder Bremen noch wir", erklärt Schmidt und verdeutlicht: "Wir wissen, was auf uns zukommen kann, aber wir werden das nicht verkomplizieren und verschiedene Systeme einstudieren, um nur zu reagieren."

"Dürfen uns nicht kleiner machen"

Doch mit welchem Matchplan will der FCH in die Partie gehen? Weil das Hinspiel torlos endete, zählt jedes Bremer Tor aufgrund der Auswärtsregelung praktisch doppelt. Umso wichtiger wird es für die Brenzstädter, keinen Gegentreffer hinzunehmen. "Natürlich haben wir auch für Montag wieder eine Idee, wie wir spielen wollen", lässt sich der Cheftrainer nicht aus der RUhe bringen. Weil der Spielrhythmus bei einer Relegation ein anderer, als im Liga-Alltag ist, musste sich der Coach etwas einfallen lassen: "Ich bin gestern zum Beispiel mit dem Fahrrad und durch den Wald hierher gefahren. Danach war der Kopf frei und es war eine Idee für das Rückspiel geboren. So einfach kann man sich erholen und gleichzeitig einen Matchplan erstellen."

Diesen gilt es nur noch umzusetzen, dann könnte der 1. FC Heidenheim vor dem größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte stehen. "Das Entscheidende ist, bei sich selbst zu sein. Wir schauen selbstbewusst auf uns und überlegen, was wir tun können", legt Schmidt den Fokus auf seine Jungs und deren Fähigkeiten. In Sachen Aufstellung kann der 46-Jährige derweil aus dem Vollen schöpfen. Am Ende will nämlich auch der vermeintliche Underdog siegen: "Wir dürfen uns nicht kleiner machen als wir sind. Wir haben gezeigt, dass wir uns wehren müssen und wir das auch können."