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Auswechsel-Zoff bei 96: Schindler entschuldigt sich

© imago images / Joachim Sielski

Spätestens in jeder zweiten Zweitliga-Partie erzielte Kingsley Schindler einen Scorer-Punkt – allerdings stammt diese Statistik noch aus Zeiten von seinem Engagement in Kiel. In Hannover läuft es für den Flügelspieler dagegen noch nicht rund, am vergangenen Wochenende wurde er ausgewechselt. Das sorgte für Unmut bei Schindler, der sich jetzt entschuldigte.

"Da war ich sehr emotional"

18 Tore steuerte Kingsley Schindler in zwei Jahren für Holstein Kiel bei und sorgte mit zwölf weiteren Vorlagen beinahe dafür, dass den Störchen der Überraschungs-Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga gelang. Inzwischen ist der 27-Jährige bei bei Hannover 96 angekommen und wurde dort überwiegend zum Rechtsverteidiger umfunktioniert – bis er am vergangenen Wochenende wieder als Offensivkraft gegen Würzburg starten durfte.

Allerdings zeigte Schindler, wie auch das gesamte Team, eine wenig überzeugende Leistung. Nach 62 Minuten war deshalb Schluss für den Flügelspieler, der das Feld nur schimpfend und ohne die üblichen Glückwünsche an Einwechselspieler Hendrik Weydandt verließ. "Meine Reaktion war nicht in Ordnung und wird so nicht wieder vorkommen", entschuldigte sich Schindler nun in der "Bild"-Zeitung beim Trainerstab. Die Schuld suchte er bei sich selbst: "Da war ich sehr emotional. Ich war nicht zufrieden mit meiner und unserer Leistung und wollte einfach noch helfen, das Ruder in unsere Richtung zu reißen. Das war nichts Persönliches gegen irgendjemanden, sondern vor allem die Unzufriedenheit mit mir selbst."

Alternativen für Schindler

Schindler, der für ein Jahr vom 1. FC Köln ausgeliehen ist und dort noch einen Vertrag bis 2023 besitzt, ist angezählt. "Ich gebe offen zu, dass ich selbst noch nicht mit dem zufrieden bin, wie es bei mir bisher gelaufen ist", schätzt der 27-Jährige seine Lage realistisch ein. Bislang steuerte Schindler eine Vorlage bei, unabhängig von den Scorerwerten spricht aber auch die Leistung momentan nicht für den gebürtigen Hamburger. Das weiß auch Schindler: "Ich will versuchen, es in den nächsten Wochen besser zu machen, als ich es bisher gemacht habe. Mit voller Konzentration und hundert Prozent."

Alternativen im Kader hängen von der Position ab, die Cheftrainer Kenan Kocak für den Außenbahnspieler vorsieht. In der Defensive könnte Sei Muroya eine Alternative sein, während sich im Angriff Valmir Sulejmani aufdrängt. Im Trainingsspiel zwischen den Spieltagen lief Schindler jedenfalls für die vermeintliche B-Elf auf.