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Baumgart nimmt VfL-Duell persönlich: "Mit aller Kraft gewinnen"

© IMAGO / Christian Schroedter

SCP-Cheftrainer Steffen Baumgart hat das "Derby" seiner Paderborner gegen den VfL Osnabrück ausgerufen. Im direkten Vergleich sind die Ostwestfalen ihrem Lokalrivalen deutlich überlegen, doch immer noch überschattet ein torloses Remis von vor vier Jahren die gemeinsame Geschichte beider Vereine. Seitdem gewann Baumgart jedes einzelne Spiel gegen Osnabrück – sogar die Testspiele.

"Bin nachtragend"

Ein 0:0-Unentschieden am letzten Spieltag der Drittliga-Saison 2016/17 besiegelte den sportlichen Abstieg der Paderborner in die Regionalliga, doch aufgrund eines Lizenzentzugs blieb der SCP seinerzeit der Spielklasse erhalten. Cheftrainer Steffen Baumgart, damals wie heute an der Paderborner Seitenlinie, erinnerte sich an Vorfälle rund um die Begegnung und betitelte das Lokalduell aus persönlicher Sicht sogar als "Derby". "Ich habe für mich im Charakter festgestellt, dass ich in der ein oder anderen Situation nachtragend bin", gestand der 49-Jährige offen ein, dass er gewisse Zusammenhänge im Rahmen dieser Partie niemals vergessen wird. Baumgart versicherte: "Sie können davon ausgehen, dass das ein Spiel ist, das ich besonders angehen werde."

Dabei ging es dem Coach nicht "um die Schwärze der Stunde", sondern um prinzipielle Geschehnisse abseits des Rasens – beispielsweise einer "Sommer-Grippe bei fünf Spielern" im damaligen Parallelspiel. Nun ist die Situation etwas anders gelagert, denn mit einem Sieg gegen den Lokalrivalen kann Paderborn den VfL tiefer in den Keller drücken. "Es ist ein Derby, das wir mit aller Kraft gewinnen wollen. Das muss zu sehen sein, da führt kein Weg daran vorbei", schwor Baumgart seine Mannschaft auf das bedeutende Spiel ein. Übrigens: Seit dem torlosen Remis hat der Coach alle fünf Partien gegen Osnabrück ausnahmslos gewonnen, darunter zwei Testspiele. Das Torverhältnis mit 15:4 spricht für sich.

Drei Stammspieler fallen aus

Beim Personal ließ der Coach derweil noch nicht einblicken, wen er am Mittwochabend (18:30 Uhr) aufbieten kann – weil er selbst erst einmal das Abschlusstraining sehen wollte. Mit Johannes Dörfler (Gelbsperre), Marcel Correia (Muskelfaserriss) und Chima Okoroji (angeschlagen) fehlen definitiv drei Akteure. Hinter Uwe Hünemeier steht ein Fragezeichen aufgrund einer Knöchelverletzung, mit Winter-Neuzugang Nicolas Bürgy rechnete Baumgart weiterhin nicht. "Es ist eine Sache im Halswirbel, das ist für uns alle schwierig. Es geht nicht darum, wann er zurückkommt, sondern, dass er wieder gesund wird", ordnete der Coach die Verletzungsproblematik beim Schweizer ein.

Alternativen für den Kader sind derweil Prince Owusu, Marcel Heller oder auch Kai Pröger, die zuletzt nicht zur ersten Wahl gehörten. Unabhängig vom Personal oder der Tabellensituation betonte Baumgart, dass er einen Sieg gegen einen Gegner in Negativspirale fordert. Doch einfach wird es nicht werden, das wusste auch der ehrliche Coach: "Wenn du die zweite Liga kennst, dann weißt du, dass du in keinem Spiel aufläufst und von vornherein weißt, wie es ausgeht." Außer vielleicht, wenn es um Steffen Baumgart und den VfL Osnabrück geht.