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Baumgarts kurzes Fazit: "Untypisch für uns"

© IMAGO / HMB-Media

Die Tabelle spielt für den Ausgang der Paderborner Saison wohl nur noch eine untergeordnete Rolle, doch mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Nürnberg war SCP-Cheftrainer Steffen Baumgart dennoch unzufrieden. Leichte Fehler und vor allem die Unkonzentriertheit in eigenen Aktionen ließen das Fazit des Coaches sehr kurz ausfallen.

"Viel bissiger, viel klarer"

Einen "mehr als verdienten Sieg" sah der Übungsleiter der Ostwestfalen im fränkischen Land – allerdings nicht von seiner Mannschaft, sondern von den Hausherren. "Der Gegner hat viel bissiger, viel klarer agiert. Ihr Matchplan hat funktioniert, bei uns gar nicht", analysierte Steffen Baumgart die 1:2-Niederlage des SC Paderborn im Eilverfahren. Dabei verschoss Nürnberg einen Elfmeter, traf das Aluminium und vergab teilweise freistehend vor dem leeren Tor. Eigentlich schien das Glück auf Paderborner Seite zu stehen.

"Was mich geärgert hat, war, dass wir viele einfache Fehler gemacht haben", schimpfte Baumgart seinerseits, welche Unzulänglichkeiten der Gäste einen Auswärtserfolg verhinderten. "Wir hatten in der ersten Halbzeit schon den ein oder anderen sehr, sehr guten Ballgewinn und haben den Ball dann leider nicht zum Mann gebracht", bezog sich der SCP-Coach beispielsweise auf das Umschaltverhalten seiner Mannschaft, welches er so von seinem Team nicht gewohnt war: "Das ist untypisch für uns und ich habe auch selten so ein Spiel von uns gesehen."

Unkonzentriertheiten beim SCP

Entsprechend bemängelte Baumgart die Unkonzentriertheit seiner Mannschaft. Beim ersten Gegentreffer war Marcel Correia nicht entschlossen genug, beim Elfmeter war der Innenverteidiger erneut der Unglücksrabe. Der zweite Gegentreffer resultiert dann wiederum daraus, dass zum Beispiel Sebastian Vasiliadis nicht in den Zweikampf im Mittelfeld ging. Baumgart war bedient: "Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe im Moment wenig zu diesem Spiel zu sagen. Es war einfach nicht das, was ich über einen langen Zeitraum von meiner Mannschaft gewohnt bin."

Mit 35 Punkten aus 27 Spielen bildet der SCP jetzt praktisch das Mittelfeld der Tabelle. Gegenüber dem Abstiegs-Relegationsplatz wahren die Paderborner einen Vorsprung von neun Punkten, der jedoch aufgrund ausstehender Partien der Braunschweiger und Osnabrücker im ungünstigsten Fall noch um drei Zähler schrumpfen kann. Rechnerisch ist der Klassenerhalt damit längst nicht geschafft.