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"Besser die Klappe gehalten": Baumgart kritisiert Sabiri-Aussagen

© imago images / foto2press

Abdelhamid Sabiri äußerte sich in einem Fußball-Podcast verständnislos zu seinem Abgang beim SC Paderborn in diesem Sommer, was nun eine verärgerte Reaktion von Cheftrainer Steffen Baumgart hervorrief. Dieser kritisierte den Ex-Profi überraschend scharf und sprach von einem grundsätzlichen Fehler zwischen beiden Parteien.

"Mangelhafte Selbstwahrnehmung"

13 Monate lagen zwischen der Verpflichtung von Abdelhamid Sabiri beim SC Paderborn und seinem Abschied zu Ascoli Calcio in diesem Sommer. Verständnis zeigte der Offensivspieler jüngst in einem Podcast nicht für seine Ausbootung bei den Ostwestfalen: "Ich denke, dass der Trainer eine andere Spielphilosophie umsetzen wollte, zu der ich nicht mehr gepasst habe. Das ist letztlich aber eine Frage, die er beantworten muss." Mit vier Toren und einer Vorlage habe er dem Verein "im letzten Jahr geholfen" und verweist auf seine Statistik. Eine Auffassung, die SCP-Cheftrainer Steffen Baumgart allerdings nicht teilt.

"Das ist ein gutes Beispiel für seine mangelhafte Selbstwahrnehmung", kritisierte Baumgart seinen Ex-Schützling im "Westfalen-Blatt" überraschend scharf. Dabei verwies der Coach auf das 3:3-Remis gegen Borussia Dortmund in der vergangenen Saison, bei dem der SCP eine Drei-Tore-Führung nach der Einwechslung von Sabiri verspielte. Baumgart wurde deutlich: "Gerade dieses 3:3 hat gezeigt, warum wir nicht die Qualität hatten und er auch nicht. Deshalb wäre es besser gewesen, er hätte die Klappe gehalten."

Sabiri-Verpflichtugn ein "Fehler"

Dennoch zeigt die Statistik: In drei von vier Spielen, in denen Sabiri für den SCP traf, gewannen die Ostwestfalen. Für Baumgart eine Randnotiz: "Wenn ein Spieler 24 Einsätze in einer Saison hat, ist es nicht so unwahrscheinlich, dass er auch mal bei Siegen auf dem Platz steht. Ich hatte dennoch nie das Gefühl, dass Hamid unserer Mannschaft in irgendeiner Form geholfen hat." Sabiri sei kein Mannschaftsspieler, sondern jemand, der "nur für sich" arbeitet. Deswegen trauert der 48-Jährige dem Abgang nach Italien, der wenigstens noch eine Ablösesumme in die Kassen des Bundesliga-Absteigers spülte, nicht nach: "Im Nachhinein war es ein Fehler, dass wir ihn geholt haben."