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Bielefeld vermeldet positives finanzielles Ergebnis

© imago images / Picture Point

Aus sportlicher Sicht hatte Arminia Bielefeld mit dem Bundesliga-Abstieg und der schwierigen Hinrunde in der 2. Liga einige Tiefschläge zu verkraften. Wirtschaftlich steht der Verein hingegen auf soliden Füßen und verzeichnet sogar leichte Gewinne.

Überschuss erzielt, Schulden abgebaut

Auf der Jahreshauptversammlung des Zweitligisten wurde den Mitgliedern die erfreuliche finanzielle Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 21/22 mitgeteilt. Die KGaA nahm 60,2 Millionen Euro ein und gab 57,3 Millionen Euro aus, was einem Überschuss von 2,9 Millionen Euro entspricht. Die Darlehensverbindlichkeiten wurden von 4,3 auf 4,1 Millionen Euro reduziert.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Arminia erhebliche Einbußen durch die Corona-Pandemie hinnehmen musste. Zwar halfen die in den zwei Bundesligasasions erzielten Einnahmen, Schlimmeres zu verhindern. Dennoch musste Vize-Präsident Dr. Maurice Eschweiler feststellen: "Leider haben wir es aufgrund von Corona auch nicht schaffen können, uns in der Bundesliga Speck anzufressen."

Präsident Schütte fürchtet keine DFL-Strafen

Während der finanzielle Verlust im Geschäftsjahr 19/20 noch 3,8 Millionen Euro betrug, waren in der darauffolgenden Periode Einbußen von 10,1 Millionen Euro zu verzeichnen. Weitere 5,4 Millionen Euro kamen in der vergangenen Saison hinzu, sodass sich der gesamte "Corona-Schaden" seit März 2020 auf 19,3 Millionen Euro beläuft. "Ohne die 1. Liga hätten unsere Schulden hier aber bei über 30 Millionen Euro gelegen", ordnet Eschweiler die Zahlen ein. In den wirtschaftlich turbulenten Zeiten konnte die Arminia auf die Unterstützung der regionalen Firmen vertrauen, die im "Bündnis Ostwestfalen" organisiert sind. Stolz verkündete Eschweiler: "Wir haben es ohne öffentliche Unterstützung gemeistert."

Darüber hinaus gelang es, ein positives Eigenkapital von rund 0,1 Millionen Euro aufzubauen, womit mögliche Sanktionen seitens der DFL nicht zu befürchten sind. Der relevante Bewertungszeitraum läuft zwar noch bis zum 31. Dezember 2022, doch eine Verschlechterung des Ergebnisses ist nicht zu erwarten. "Wir sind zuversichtlich, dass wir es positiv darstellen können", erklärte Präsident Rainer Schütte. Mit dem Ligaverband stehe man im ständigen Austausch über die Lizenzierungsbedingungen. "Es ist ein fortlaufender Prozess, den wir im Griff haben. Wir fürchten zum Jahresende keine Strafen", ergänzte Schütte.

Ohne Verschuldung aus dem Tabellenkeller

Im Hinblick auf die Erzielung von Transfererlösen durch den Verkauf von begehrten Spielern, ließ sich der Präsident nicht in die Karten schauen: "Wer kommt oder wer geht, können wir jetzt nicht sagen. Es wird immer etwas passieren und es gibt entsprechende Konzepte des Trainerteams." Zudem stellte er klar, dass es trotz der sportlich prekären Situation kein finanzielles Harakiri geben wird: "Wir werden uns nicht verschulden, um den sportlichen Erfolg zu erkaufen." Langfristig möchte sich der DSC mit solidem Wirtschaften in den Top 25 im deutschen Fußball etablieren.