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Bleibt Becker seiner Linie treu? Grammozis und Anfang als Kandidaten

Das Aus von Trainer Hannes Wolf soll beim Hamburger SV zwar noch nicht endgültig feststehen, von etwas anderem geht aber kaum noch jemand aus. Gegen den MSV Duisburg wird der 38-Jährige damit letztmals auf der Trainerbank des HSV sitzen, danach soll ein anderer die Geschicke leiten. Wer das sein soll, das entscheidet auch die künftig angepeilte Ausrichtung des Vereins.

Grammozis als Entwicklungs-Trainer?

HSV-Sportvorstand Ralf Becker dementierte zuletzt, dass Hannes Wolf nach dem letzten Spieltag auf jeden Fall gehen müsste – feststehen soll der Abgang des 38-Jährigen dennoch. Verantwortliche und Fans seien nicht mehr von dem Nicht-Aufstiegstrainer überzeugt, das Ruder wird dementsprechend jemand anderes in die Hand nehmen. Wer das sein soll, das hängt auch davon ab, wie sich der Verein in der nahen Zukunft ausrichten möchte. Becker will dem Vernehmen nach seiner Linie treu bleiben und es noch einmal mit einem jungen, entwicklungsfähigen Trainer versuchen. Der "kicker" bringt Dimitrios Grammozis als Kandidaten ins Spiel. Der Deutsch-Grieche startete erst Ende Februar beim SV Darmstadt seine Karriere als Profi-Cheftrainer, seither verpasste er den Lilien mit Stabilität und Sicherheit seine eigene Handschrift.

Becker und Anfang wieder vereint?

Nach dem souveränen Klassenerhalt mit den Darmstädtern wird Grammozis nun mit dem HSV in Verbindung gebracht, für den er selbst während der Jahrtausendwende auf dem Platz stand. Auch Beckers Ex-Schützling Markus Anfang, der den Aufstieg mit Liga-Konkurrent Köln zwar schaffte, aber dennoch gehen musste, sei ein Thema. Mit dem Sportvorstand des HSV arbeitete Anfang jedenfalls in Kiel bereits erfolgreich zusammen. Kandidaten für einen Kurswechsel wären die Trainer-Routiniers Dieter Hecking oder Bruno Labbadia. Letzterer würde den HSV bei einem Engagement bereits zum dritten Mal übernehmen, sieht seine persönliche Zukunft nach Angaben im "Sportbuzzer" jedoch eher im Ausland.