• Facebook
  • Twitter

BTSV-Abwehr wackelt weiter: "Unsere Defizite sind offensichtlich"

© imago images / Eibner

Eintracht Braunschweig verpasste in Aue einen guten Start ins neue Jahr, weil die Defensive der Niedersachsen auf altbekannte Weise wackelte. Drei Tore ließ sich die Elf von Cheftrainer Daniel Meyer nach einer Führung einschenken, sodass dieser auf den Einstieg von neuem Personal hofft. Anders scheint die Abwehr nicht stabilisierbar zu sein.

"Lange Zeit vernünftig verteidigt"

Der vierte Saisontreffer von Fabio Kaufmann ließ die Braunschweiger lange Zeit hoffen. Statt wie im Vorjahr stets den frühen Gegentreffer zu kassieren, präsentierte sich der BTSV in Aue hellwach und erzielte selbst die Führung in der Anfangsphase. "Die Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen war mehrfach da", sah Cheftrainer Daniel Meyer danach eine engagierte Leistung seiner Mannschaft – bis die altbekannten Muster auftraten: "Im Laufe der ersten Halbzeit haben wir Probleme in der Defensive bekommen."

Der Aufsteiger kassierte den Ausgleich, bis zum Ende der Partie drehte Aue das Ergebnis auf eine 1:3-Niederlage für die Braunschweiger. Der Frust darüber, dass der BTSV lange brauchte, um auf die Umstellungen im Spielaufbau der Erzgebirgs-Elf zu reagieren, saß tief. Vor allem, weil Braunschweig "über eine lange Zeit vernünftig verteidigt" hatte. Das Fazit des Coaches war dementsprechend hart: "Insgesamt muss man aber konstatieren, dass unsere Defizite weiter offensichtlich sind." Vorne fehle dem BTSV die Effektivität, hinten kommt zu weiterhin zu weniger, aber dafür zu "eklatanten Fehler".

Meyer hofft auf neues Personal

Mit Brian Behrendt, dessen Spielberechtigung bekanntermaßen für das Auftaktspiel des neuen Jahres noch nicht vorlag, hat der BTSV bereits einen Hoffnungsträger in der Winterpause verpflichtet. Der Ex-Bielefelder soll die Abwehr stabilisieren – eine andere Möglichkeit sah Meyer fast gar nicht mehr: "Die Fehler passieren trotz mehrfacher Videoschulung und Visualisierungen im Training immer wieder. Wenn keine Entwicklung stattfindet und kein Lerneffekt da ist, müssen wir versuchen, über Personalwechsel eine andere Stabilität zu bekommen." Hinzu kam, dass dem Coach mit Danilo Wiebe ein Stammspieler in der Abwehr fehlte und Robin Ziegele während der Partie verletzungsbedingt raus musste. Die BTSV-Abwehr wackelt nicht nur inhaltlich, sondern auch personell.

Somit fuhr Braunschweig die achte Saisonniederlage ein und führt damit die kleine Gruppe an, die zur offiziellen Saisonhälfte im Tabellenkeller steht. Nach augenscheinlichem Stand wird der BTSV mit Sandhausen, St. Pauli und Würzburg gegen den Abstieg kämpfen. Torhüter Jasmin Fejzic forderte auf, die Ruhe zu bewahren: "Wir dürfen uns nicht von unserem Umfeld beeinflussen lassen, sondern müssen unser Ding durchziehen, dann holen wir auch unsere Punkte." Davon wird der Aufsteiger zwingend welche brauchen, denn es droht schon jetzt ein "Kopf an Kopf"-Rennen bis zum Schluss.