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BTSV ohne Meyer am Millerntor: "Werde Kommunikation zur Bank haben"

© IMAGO / Joachim Sielski

Das Coronavirus schränkte Eintracht Braunschweig in der Länderspielpause ein, weil es vor allem Cheftrainer Daniel Meyer betraf. Auch zwei Spieler befinden sind in häuslicher Quarantäne. Per Videoaufzeichnung und enger Absprache mit dem Trainerteam wurde das Spiel gegen den FC St. Pauli am Montagabend (20:30 Uhr) vorbereitet, zumal der BTSV dort Stammkräfte ersetzen muss.

"Wird sehr ungewöhnlich"

Am Montagabend wird BTSV-Cheftrainer Meyer die Partie seiner Mannschaft vom heimischen Sofa aus verfolgen, was in diesem Fall keine sprichwörtliche Redewendung ist. Aufgrund eines positiven Befundes beim 41-Jährigen coachte Meyer schon während der Länderspielpause nur virtuell. "Dass ich jetzt davon betroffen bin, ist natürlich sehr ungünstig. Im Bezug auf die anderen Jungs waren die restlichen Tests ohne weitere Auffälligkeiten", versicherte der Übungsleiter noch einmal in der Pressekonferenz vor dem Montagabendspiel in Hamburg, die er turnusgemäß hielt. Die Verantwortung vor Ort liegt dann aber in den Händen des Braunschweiger Trainerteams.

"Mit Thomas Stickroth und dem Rest des Teams haben wir genug Manpower um die Aufgaben zu erledigen", zeigte sich Meyer zuversichtlich. Bislang habe er sich mehrfach mit dem Team besprochen, dazu sah er sich Aufzeichnungen des Trainings an. Bei allen Umständen sprach Meyer von einer guten Vorbereitung. "Wir sind jetzt an einem Punkt, bei dem wir klare Abläufe in der Mannschaft und im Trainer-Team aufgebaut haben und uns voll vertrauen. Natürlich werde ich Kommunikation zur Bank haben, aber es wird sehr ungewöhnlich die Partie von zuhause aus zu schauen", blickte Meyer bereits auf die Begegnung voraus. Am Hamburger Kiez auf St. Pauli wird der BTSV jedoch nicht nur auf den Cheftrainer verzichten müssen.

Zweite Reihe gefordert

Neben Fabio Kaufmann und Jannis Nikolaou, die ebenfalls unter Quarantäne stehen, muss Braunschweig auch Brian Behrendt und Danilo Wiebe aufgrund von Gelbsperren ersetzen. Zudem wird Dong-won Ji vermutlich nicht rechtzeitig fit. "Ich freue mich für die Jungs, die am Montag reinkommen", verwies Meyer auf die Möglichkeiten, die ihm insgesamt zur Verfügung stehen. Namentlich wären Einsätze von Benjamin Kessel oder Nico Klaß möglich, auch Robin Ziegele steht wieder bereit. Meyer optimistisch: "Die haben mit den Füßen getrappelt, weil wir natürlich auch zuletzt wenig gewechselt haben. Sie kommen in ein stabiles Konstrukt und ich bin überzeugt, dass sie gute Leistungen zeigen werden."

Angesichts der Tatsache, dass zwei Kellerteams mit gutem Lauf aufeinandertreffen, wünschte sich Meyer in die Hinrunde zurückversetzt. "Im Hinspiel waren beide Teams in einer schlechten Phase", erinnerte sich Meyer an den 2:1-Sieg der Niedersachsen, doch vergleichbar wird das Spiel aufgrund der neuen Voraussetzungen wohl nicht. Dennoch ist klar: "Wir nehmen aber gerne das selbe Ergebnis wieder."