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BTSV will Coup landen: Situation ist "keinem Spieler hier egal"

© IMAGO / Sven Simon

Am vergangenen Wochenende erlitt Eintracht Braunschweig eine 1:2-Derbyniederlage gegen Hannover, nun steht den Niedersachsen mit dem VfL Bochum ein weiterer Top-Gegner vor der Brust. Gleichzeitig geht die Elf von Cheftrainer Daniel Meyer mit der Last von nur einem Sieg in den letzten zehn Spielen in die Begegnung. Der Coach setzt auf die Optionen, die ihm die Winter-Neuzugänge im Kader bieten.

"Situation ist kompliziert"

Ein Tor von Marcel Bär sicherte vor zwei Wochen den wichtigen Dreier im Abstiegskampf gegen Heidenheim, doch seither musste Eintracht Braunschweig wieder zwei Niederlagen einstecken. Darunter die empfindliche Pleite gegen Hannover. "Die Derby-Niederlage müssen wir abhaken. Wir haben ein relativ straffes Programm, haben aber auch den Kopf oben und fahren fokussiert nach Bochum", versprach Cheftrainer Daniel Meyer. Angesichts der anhaltenden Krise in Braunschweig müssen nun aber Taten folgen.

"Unsere Situation ist kompliziert", blickt der Cheftrainer zurecht mit Besorgnis auf die Tabelle, denn das rettende Ufer ist mittlerweile fünf Punkte enteilt. Im Gegensatz dazu ist der Abstiegs-Relegationsplatz jedoch nur einen Zähler entfernt. Ein Punktgewinn in Bochum wäre daher sicherlich nicht unerheblich für das Selbstvertrauen – zumal danach drei Kellerduelle auf die Braunschweiger warten. Auch Meyer, der weiterhin auf die Langzeitverletzten und die gesperrten Manuel Schwenk und Felix Kroos verzichten muss, könnte sich "einen schönen Schub" durch einen Punktgewinn beim vermeintlichen Favoriten vorstellen.

Mannschaftsgeist gefragt

Dazu will der Cheftrainer auf die Winter-Neuzugänge setzen. "Die Transfers bieten uns nun mehr Möglichkeiten", kündigte Meyer an und führte im Detail aus: "Sicherlich ist der eine oder andere auch mit der persönlichen Situation unzufrieden. Ich denke aber, dass die Jungs wissen, dass sie ihre persönliche Situation dem Gesamterfolg unterzuordnen haben." Wackelt der Mannschaftsgeist in Braunschweig? An mehreren Stellen klang bereits an, auch von Ex-Braunschweigern, dass die Personalpolitik in dieser Zweitliga-Saison nicht überall auf Gegenliebe stieß.

Abwehrspieler Benjamin Kessel, der nach langer Schulterverletzung am vergangenen Wochenende wieder auf der Bank saß, nahm den Druck von seinem Team: "Es ist keinem Spieler hier egal, was mit dem Verein passiert. Jeder kommt hier jeden Tag zum Training und tut alles dafür, diesen besonderen Klub in der 2. Bundesliga zu halten." Das muss die Mannschaft nun allerdings auf den Platz bringen. Auch der Cheftrainer stellte sich hinter diese Aussagen: "Wir zweifeln nicht am Klassenerhalt." Einige Ergebnisse habe sich Meyer auch "anders vorgestellt", aber der Einsatzwille gegen die Spitzenteams zuletzt "stimmt mich positiv". Gegen Bochum ist jene Bereitschaft erneut gefragt.