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Corona-Maßnahmen ab Oktober: Stadien sollen voll bleiben

IMAGO / Eibner

Wie kommt Deutschland durch den Corona-Herbst? Am Mittwoch haben Justizminister Buschmann (FDP) und Gesundheitsminister Lauterbach (SPD) einen Gesetzentwurf vorgelegt, der noch im August beschlossen und ab dem 1. Oktober gelten soll. Die wichtigste Nachricht für alle Fans und Vereine: Es soll bei vollen Stadien bleiben. 

Maximal Maskenpflicht

Es umfasst eine ganze Reihe von Maßnahmen, das neue Infektionsschutzgesetz – darunter etwa Maskenpflicht in Bus, Bahn und Flieger sowie neu Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Schließlich wird im Herbst mit einem deutlichen Anstieg der Infektionen gerechnet. Erneute Lockdowns, Ausgangssperren und Schulschließungen soll es aber nicht geben. Und auch die Kapazität in den Stadien soll, anders als im letzten Herbst, nicht wieder reduziert werden, wenn die Corona-Inzidenzen steigen. Somit sind auch neuerliche Geisterspiele überhaupt kein Thema. Auch die 1G-Regel für den Stadionbesuch, die Mitte Juli im Gespräch war, ist vom Tisch.

Maximal könnte es eine Maskenpflicht auch im Außenbereich geben. Aber nur dann, wenn einzelne Bundesländer die "Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastruktur" für bestimmte Hotspots konkret gefährdet sehen und wenn die Mindestabstände von 1,5 Meter nicht eingehalten werden können. Noch im August soll die Bundesregierung die Maßnahmen beschließen, danach geht der Gesetzentwurf in Bundestag und Bundesrat und soll rechtzeitig ab dem 1. Oktober, wenn das aktuelle Infektionsschutzgesetz ausläuft, in Kraft treten.

Maßnahmen seien "zumutbar"

"Deutschland soll besser als in den vergangenen Jahren auf den nächsten Corona-Winter vorbereitet sein", so Lauterbach. Dazu dienten nicht nur die neuen Maßnahmen, sondern unter anderem auch eine neue Impfstrategie. Buschmann sagte: "Auch im Herbst und Winter gilt: Freiheitseinschränkungen darf es nur geben, wenn sie erforderlich sind." Die nun präsentieren Maßnahmen seien wirksam "und zugleich zumutbar". Bleibt zu hoffen, dass die Corona-Situation ab Herbst nicht deutlich schlimmer wird als erwartet und doch noch reduzierte Kapazitäten in den Stadien oder gar Geisterspiele beschlossen werden.