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DFB-Pokal: Eichner stellt KSC auf "Alles-oder-Nichts-Spiel" ein

© IMAGO / Jan Huebner

Nach dem Pflichtsieg im Erstrunden-Duell mit Lotte folgte die große Pokal-Überraschung in Leverkusen – und jetzt kann sich der Karlsruher SC im Aufeinandertreffen mit dem TSV 1860 München für das Viertelfinale im DFB-Pokal qualifizieren. Eine Favoritenrolle sah Cheftrainer Christian Eichner trotz Klassenunterschied nicht gegeben.

"Was gibt es Schöneres?"

Im DFB-Pokalfinale 1995/96 standen sich der Karlsruher SC und der 1. FC Kaiserslautern gegenüber. Nach dem Sieg der Roten Teufel gelang es dem KSC im Folgejahr noch einmal, bis ins Halbfinale vorzustoßen – und seitdem war spätestens im Achtelfinale Schluss für die Badener. Am heutigen Dienstagabend (18:30 Uhr) kann die Elf von Cheftrainer Christian Eichner somit Historisches schaffen, wenn das Weiterkommen gegen 1860 München gelingt. "Wir freuen uns auf ein Alles-oder-Nichts-Spiel!", kündigte der Übungsleiter gut gelaunt an.

Auf dem Papier gilt Karlsruhe im Duell mit dem Drittligisten als Favorit. Davon wollte Eichner nichts wissen. "Sie haben einige Spieler drin, die wissen, wie der Fußball funktioniert", bekräftigte der KSC-Coach, dass er ein Spiel auf Augenhöhe erwartet. "Der Club hat einen sehr hohen Anspruch. Aber wir haben einen Gegner, gegen den man weiterkommen kann. Sie sehen es mit uns aber genauso." Die Badener meldeten sich zuvor mit einem 2:2-Unentschieden bei Spitzenklub Darmstadt im neuen Jahr an, die Münchner Löwen drehten dagegen einen 0:2-Rückstand gegen Wiesbaden zum Sieg. Formtechnisch scheinen beide Teams parat zu sein, Eichner war bereit: "Es ist ein großartiger Wettbewerb. Was gibt es Schöneres als diese Spiele?"

Breithaupt kehrt zurück

Mit Tim Breithaupt wird ein Akteur in den Kader der Karlsruher zurückkehren, der zum Jahresauftakt noch aussetzen musste. Gerade im defensiven Bereich schätzt Eichner die Alternative, doch grundsätzlich ist die Ausrichtung der Badener selbst noch offen. "Wir haben die Vorteile mit den zwei Stürmern gesehen. Es ist eine große Option für morgen. Es kann aber auch sein, dass wir mit drei Stürmern spielen", kündigte Eichner beispielhaft an.

Klar ist, dass dem KSC ein Pokal-Hit, wie er im vergangenen Oktober gegen Leverkusen (2:1) gelang, in einer wechselhaften Saison gut tun würde. Der Cheftrainer sah es ähnlich: "Es geht für uns darum den Oktober fortzusetzen. Es wird wieder darum gehen, unsere Kugel zurück in den Topf zu legen." Die Möglichkeiten dazu hält der KSC in der eigenen Hand. Fehlen werden Malik Batmaz (Syndesmosebandriss), Robin Bormuth (Sprunggelenks-OP), Kyoung-Rok Choi (Faserriss), Leon Jensen (Bänderverletzung), Sebastian Jung (Kreuzbandriss), Markus Kuster (Erkältung) und Paul Löhr (Kreuzbandriss).