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DFB verhängt Strafen gegen Kaiserslautern, Aue und St. Pauli

© Ulrich

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist weiterhin mit der Aufarbeitung der vergangenen Zweiliga-Saison beschäftigt und hat am Dienstagvormittag Geldstrafen gegen drei Vereine ausgesprochen, deren Fans wegen unsportlichen Verhaltens auffielen. Betroffen sind der FC St. Pauli, Erzgebirge Aue sowie der 1. FC Kaiserslautern.

Lautern-Fans fallen zweimal negativ auf

Der 1. FC Kaiserslautern muss wieder einmal wegen seiner Fans tief in die Tasche greifen. Nach Abpfiff der Begegnung bei Erzgebirge Aue am 14. Mai waren etwa 30 Gästeanhänger über den Zaun zum Innenraum geklettert und hatten ihre eigene Mannschaft wüst beschimpft. Zudem wurden mehrere Gegenstände aus dem Gästeblock in Richtung des Spielfelds geworfen, sodass die Polizei einschreiten musste. Nur eine Woche später im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg wurden zudem pyrotechnische Gegenstände im heimischen Zuschauerbereich gezündet.

Bewährungsstrafe wird zum zweiten Mal verlängert

Die Konsequenzen für den Traditionsverein sind nun harsch. 15.000 Euro soll der Verein nach einem noch nicht rechtskräftigen Urteil des DFB-Sportgerichts zahlen, wobei 5.000 Euro für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwendet werden können. Darüber hinaus verlängerte das Sportgericht die Bewährungszeit des bereits am  8. Februar 2016 gegen den 1. FC Kaiserslautern auf Bewährung verhängten Teilausschlusses der Öffentlichkeit für ein Zweitliga-Heimspiel um ein weiteres halbes Jahr bis zum 31. Dezember 2017. Es wäre die bereits zweite Verlängerung der Bewährungszeit, sollte der Verein nicht innerhalb von 24 Stunden einen Einspruch gegen das Urteil einlegen und eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht beantragen.

Strafen auch gegen St. Pauli und Aue

Zwei bereits rechtskräftige Urteile hat das Sportgericht des DFB zudem gegen den FC St. Pauli (2.000 Euro) sowie Erzgebirge Aue (6.000 Euro) verhängt. Die Anhänger der Veilchen hatten im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg am 15. April Pyrotechnik abgebrannt, bei den Kiezkickern war in der Partie gegen Greuther Fürth am 14. Mai ein Fan auf den Platz gestürmt und musste von Ordnern aus dem Innenraum entfernt werden. Beide Vereine zeigten sich mit den Urteilen bereits einverstanden.