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DFL bittet Vereine um Geduld: Trainingsplätze weiterhin meiden

© imago images / pmk

Trainingspause bis Mitte April? Mit dieser Bitte trat die Deutsche Fußball-Liga an die Mannschaften der 1. und 2. Bundesliga mit einem Schreiben heran. Demnach möchte der Verband die Vereine dazu aufrufen, in der Coronakrise weiterhin ein Vorbild zu sein – und gleichzeitig die Chancengleichheit des Wettbewerbs bewahren.

Training in Leipzig und Augsburg

Am Donnerstag wurde die Quarantäne von Hannover 96 aufgehoben, sodass das Profi-Team aus Niedersachsen nun nach 14 Tagen der Isolation die eigenen vier Wände wieder verlassen darf. Wegen der Landesbestimmungen im Bezug auf die Coronakrise war schon vorher klar, dass sich das Team jetzt nicht wieder auf dem Rasen treffen kann – auch in Kleingruppen ist die Nutzung von Sportplätzen bis zum 5. April untersagt. Das gilt allerdings nicht in allen Bundesländern.

In der Bundesliga kehrten deshalb beispielsweise RB Leipzig und der FC Augsburg bereits in akribischer Sorgfalt auf den Rasen zurück. In kleinen Gruppen auf drei Trainingsplätzen gleichzeitig sollen individuelle Einheiten verschiedene Dribbling-, Lauf- und Torschuss-Übungen enthalten. Verschiedene Medien, darunter der "Sportbuzzer", berichten nun von einem Schreiben der Deutschen Fußball-Liga, die aber nun um Zurückhaltung bittet.

Schreiben der DFL

"Sollte es medizinisch vertretbar sein und es die behördlichen Vorgaben erlauben, könnte dann in Richtung Ostern Kleingruppen- Training erfolgen, um – sollte eine Fortsetzung der Saison möglich sein – ab Mitte April wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen", heißt es in dem Schreiben an die 36 Profi-Klubs unter dem Dach der DFL, in dem der Verband um Geduld für die Rückkehr auf die Trainingsplätze bittet.

Das hat zwei Hintergründe: Auf der einen Seite sollen Vereine weiterhin in Vorbildfunktion für die Gesellschaft agieren, indem sie sich – genauso wie alle anderen – weiterhin an die Kontaktsperren und Vorsichtsmaßnahmen halten. Andererseits fürchtet die DFL wohl eine Chancenungleichheit, wenn manche Vereine jetzt wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren und andere nicht. Denn Vereine wie Hannover 96 oder NRW-Klubs wie Bochum oder Bielefeld haben gar nicht erst die Möglichkeit.

Ein gemeinsamer Start zum selben Zeitpunkt wäre also wünschenswert, um die Wettbewerbsverzerrung möglichst gering zu halten. Wann die Saison wieder fortgesetzt werden kann, ist noch offen – am kommenden Dienstag wird die DFL die Fortsetzung des Spielbetriebs voraussichtlich von den 2. April auf den 30. April verschieben.