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Dresden: Ex-Coach Schmidt kartet nach

© IMAGO / Steffen Kuttner

Rund zwei Wochen nach seinem Rauswurf bei Dynamo Dresden kartet Ex-Coach Alexander Schmidt nach. In einer TV-Sendung machte der 53-Jährige Vereinsführung der Sachsen wegen einer falschen Transferpolitik im Winter Vorwürfe.

"Hätte mir gewünscht, dass wir nachbessern“

"Ich hätte mir gewünscht, dass wir uns bei einigen Aspekten, die sich in der Hinrunde abgezeichnet haben, verbessern. Da haben wir im Winter nicht entsprechend reagiert“, nahm Schmidt laut einem Bericht des Internetportals tag24.de in der Sport1-Sendung "Doppelpass 2. Liga“ vor allem auch Sport-Geschäftsführer Ralf Becker in Mithaftung für die enttäuschende Gesamtbilanz des Aufsteigers seit dem Jahreswechsel.

Der Unterschied zur Vorgehensweise anderer Abstiegskandidaten würde sich mittlerweile deutlich bemerkbar machen, ließ Schmidt weiter durchblicken: "Die Konkurrenz im hinteren Bereich hat richtig gut nachgelegt.“

Dresden wartet seit neun Spielen auf ein Erfolgserlebnis. Der bislang letzte Sieg der Schwarz-Gelben datiert vom dritten Adventwochenende. Dynamo belegt in der Gefahrenzone mit drei Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz den Relegationsrang.

Schmidt, der Dresden in der vergangenen Saison auf der Zielgeraden des Drittliga-Aufstiegsrennens übernommen und letztlich zurück ins Unterhaus geführt hatte, musste seinen Posten Ende Februar nach einer 0:1-Heimpleite gegen den derzeitigen Spitzenreiter Darmstadt 98 räumen. In den beiden nachfolgenden Spielen unter seinem Nachfolger Guerino Capretti holte Dynamo allerdings auch nur einen Zähler.

Vertrag zum 30. April aufgelöst

Trotz seiner Kritik schaut Schmidt "nicht verbittert auf meine Zeit bei Dresden“, wie der Coach darlegte. Ungeachtet von "Umständen, die weh getan haben“, blicke er "positiv zurück. Wir sind zusammen aufgestiegen und haben einen guten Erfolg gehabt". Auch arbeitsrechtlich sei die Trennung mittlerweile vollzogen, gab Schmidt bekannt: "Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir den Vertrag zum 30. April auflösen – ich könnte zum 1. Mai einen neuen Job antreten.“