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Dynamo: 75.000 Euro Strafe und Auswärts-Teilausschlüsse auf Bewährung

© imago/Kuttner

Der Auftritt der selbsternannten „Football Army Dynamo Dresden“ im Auswärtsspiel beim Karlsruher SC sowie der Einsatz von Pyrotechnik gegen Eintracht Braunschweig hat harte Folgen für Dynamo Dresden. Vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gab es nun eine Geldstrafe  von 75.000 Euro, zwei Zuschauerausschlüsse auf Bewährung und eine ganze Reihe an Auflagen.

75.000 Euro Strafe wegen Pyrotechnik und „Army-Auftritt“

Zu Hunderten waren die Dresden-Fans am 14. Mai in Camouflage-Shirts und mit Gesichtstarnung in Karlsruhe angereist, hatten Pyrotechnik gezündet und zum Teil Ordner beworfen. Zudem hatte ein Teil der „Football Army Dynamo Dresden“ zuvor den Einlass gestürmt, zwei Getränkestände ausgeraubt, ein Banner mit unsportlichem Inhalt gezeigt und ein Plakat mit dem KSC-Logo angezündet und verbrannt. Da die Fans der Sachsen bereits einige Wochen zuvor in Braunschweig negativ aufgefallen waren, sah sich das Sportgericht des DFB dazu genötigt besonders hart durchzugreifen. Und so wurde Dynamo Dresden nun mit einer Geldstrafe in Höhe von 75.000 Euro belegt, wovon allerdings 30.000 Euro für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden werden können, was dem DFB bis zum 31. Dezember 2017 nachzuweisen wäre.

Fan-Ausschluss für zwei Spiele auf Bewährung

Des Weiteren werden die Fans für zwei Auswärtsspiele auf Bewährung ausgeschlossen, für die Dresden dem jeweiligen Heimverein dennoch alle Gästetickets bezahlen muss. Die Strafe trifft in Kraft, sollte es innerhalb des Bewährungszeitraums (bis zum 31. März 2018) erneut zu negativen Vorfällen kommen. Um eine solche Wiederholung der Vorkommnisse aber zu vermeiden, hat der DFB den Dresdnern außerdem einen Maßnahmenkatalog auferlegt. Darin heißt es unter anderem, dass Dresden in der kommenden Saison in zu allen Auswärtsspielen in Liga und Pokal 40 eigene Ordner einzusetzen hat, die auch Zaunfahnen und Banner der Dynamo-Fans zu kontrollieren haben.

Choreografien nur noch nach Absprache

Überhaupt dürfen die Fans der Sachsen von nun an nur noch Choreografien nach Absprache mit dem Verein halten, ansonsten droht ihnen ein Choreo-Verbot bis zum Ende der Spielzeit. Zu ausgewählten Auswärtsspielen wird es zudem einen verschärften Ticketverkauf geben. Eintrittskarten gibt es dann nur noch online,personalisiert und für Vereinsmitglieder. Dynamo Dresden hat dem Urteil bereits zugestimmt, womit es als rechtskräftig gilt. "Wir haben gegenüber dem DFB gemeinsam mit unserem Rechtsanwalt Dr. Quirling die Auffassung vertreten, dass Vergehen, die auswärts begangen wurden, auch auswärts bestraft werden sollten. Dem ist das Sportgericht mit seinem Urteil gefolgt“, erklärte Geschäftsführer Michael Born.