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Dynamo nach späten K.o. enttäuscht: "So grausam kann Fußball sein"

IMAGO / Dennis Hetzschold

Dynamo Dresden kann auch das siebte Spiel in Folge nicht gewinnen. Im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 sah es lange nach einer torlosen Punkteteilung aus, ehe Mathias Honsak die Lilien in der Nachspielzeit zum Sieg schoss. Dynamo-Tainer Alexander Schmidt versuchte im Anschluss der Partie aber Optimismus zu verbreiten.

"Wir sind heute nicht abgestiegen"

Viele der 10.000 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion hatten den Torschrei schon auf den Lippen als Julius Kade in der 89. Minute aus zwölf Metern zum Abschluss kam. Knapp vorbei, "sonst wären wir wahrscheinlich als Sieger vom Platz gegangen", stellte Dynamo-Trainer Alexander Schmidt in der Pressekonferenz nach dem Spiel fest. Tatsächlich war es ein intensives Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten auch wenn der Coach zugab: "Man hat gespürt, dass Darmstadt einfach jede Sekunde zuschlagen kann, mit ihrer individuellen Klasse und Offensivqualität." Dass das Gegentor aber mit der letzten Aktion des Spiels fiel, befand auch der 53-Jährige als besonders bitter. "So grausam kann Fußball sein. Das ist einfach Fußball", sagte Schmidt. Dennoch wollte er der Niederlage nicht zu viel Wert schenken und stellte fest: "Wir sind heute nicht abgestiegen. Es ist kein Ereignis was uns soweit zurückwirft, dass wir in einer ausweglosen Situation sind", beteuerte der Trainer.

Die Entstehung des Gegentreffers nannte Schmidt "komisch", weil das Tor über die Seite von Außenverteidiger Michael Akoto eingeleitet worden war, der verletzt auf dem Boden lag. Aber auch Torwart Anton Mitryushkin sah beim Abschluss alles andere als glücklich aus. Dennoch wollte sein Trainer ihm keine Vorwurf in der Situation machen. "Natürlich sieht das Gegentor ein bisschen komisch aus, aber er hat zum wiederholten Male super gehalten insgesamt."

"Wir haben alles noch in der eigenen Hand"

Den Vorwurf in der Schlussphase zu offen gestanden zu haben, verneinte Schmidt vehement. "Es war ein offenes Spiel, aber wir hatten eine gute Restverteidigung", sagte er. Es sei nicht der Charakter der Mannschaft sich hinten reinzustellen. "Wenn wir nochmal offensiv werden können, dann versuchen wir das auch." Dennoch gäbe es natürlich einige Dinge, die verbessert werden können. Auch wenn die Dresdener sich viele Torchancen herausspielten, fehlte es zum wiederholten Male an Qualität der Abschlüsse. Für Trainer Schmidt kein Grund zur Unruhe: "Es fehlen derzeit nur Nuancen im Abschluss. Es geht um Zentimeter", stellte der Fußballlehrer fest.

Auch mit Blick auf die kommenden vier Spiele, in denen die Sachsen allesamt gegen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel spielen, wollte Schmidt keine Unruhe zulassen. "Die Liga ist offen. Natürlich wissen wir, dass es schwere Spiele werden, aber ich habe in dieser Liga auch noch kein leichtes Spiel erlebt", sagte der Coach und wurde optimistisch: "Wir haben alles noch in der eigenen Hand." Am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) muss seine Mannschaft im Auswärtsspiel bei Werder Bremen allerdings auf Kapitän Yannick Stark verzichten. Der Mittelfeldspieler kassierte seine fünfte gelbe Karte.