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Dynamo stoppt Negativtrend: "Die Chance sehr gut genutzt"

IMAGO / Hentschel

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge konnte Dynamo Dresden die Negativserie beenden und behielt durch einen 3:0-Erfolg gegen Werder Bremen die drei Punkte im heimischen Stadion. Bei einer starken Mannschaftsleistung konnten auch die Einwechselspieler überzeugen – und bekamen ein Sonderlob vom Trainer.

Aidonis spielte mit gebrochener Hand

Als Sinnbild für dieses Fußballspiel zog Alexander Schmidt Abwehrspieler Antonios Aidonis heran. Die 20-jährige Leihgabe des VfB Stuttgart hatte sich unter der Woche die Hand im Training gebrochen. Der Rat der medizinischen Abteilung war klar: Ja nicht spielen! Doch der Deutsch-Grieche biss die Zähne zusammen, wollte "unbedingt dabei sein", erklärte Trainer Schmidt. "Er hat mit einer Schiene gespielt, das zeugt von großem Charakter und von der Mentalität, die er an den Tag gelegt hat. Er hat ein super Spiel gemacht", lobte der Coach das Talent, das nach einer Stunde in die Partie gekommen war.

Doch auch mit den anderen Profis war Schmidt sehr zufrieden. "Die Mannschaft hat die Chance sehr gut genutzt, dass wir griffig sind, gut im Gegenpressing, auch auf die zweiten Bälle gehen", analysierte der 52-Jährige. Sein Team hätte dies "über große Teile des Spiels" umgesetzt. Hinzu kam eine sehr gute Quote beim Ausnutzen der Torchancen. So war Christoph Daferner nach einem Lattentreffer von Ransford-Yeboah Königsdörffer zur Stelle, setzte den Ball an den Innenpfosten, von wo aus er ins Tor ging (40.). Zuvor kamen die Gäste besser in die Partie. Der Treffer kam also gerade richtig.

Daferner mit Doppelpack

Es war das erste Tor des Angreifers nach zuletzt drei Partien ohne Erfolg. "Da gibts für mich keine Frage. Wenn er nicht trifft, arbeitet er halt extremst gegen den Ball, ist ein Teamplayer, der Laufstärkste in der Mannschaft", hatte sich Schmidt auch zuvor keine Sorgen um den 23-Jährigen gemacht. Um eventuell vorhandenen Frust gänzlich loszuwerden schnürte Daferner in der 66. Minute gleich einen Doppelpack. Eingeleitet wurde der Treffer übrigens von Aidonis.

Doch nicht nur Aidonis glänzte nach seiner Einwechslung. Auch Agyemang Diawusie – kam nach 62 Minuten in die Partie – war gut drauf, legte das 3:0 durch Morris Schröter vor (75.). "So wünscht man sich das als Trainer. Es ist jede Woche aufs neue ein Kampf, jeder muss sich beweisen. Heute kam Diawusie rein, hat alles gegeben, bereitet ein Tor vor und hat nach hinten gearbeitet", gab es verbale Streicheleinheiten. Letzte Woche sei es Schmidt "zu wenig" gewesen, weshalb der gebürtige Berliner bei der 0:1-Niederlage beim SV Darmstadt 98 ein- und wieder ausgewechselt worden war.

Nun lieferte er wie gewünscht ab. Vielleicht ja auch beim kommenden Auswärtsspiel am Sonntag beim FC St. Pauli. Die Hamburger stehen mit 16 Punkten auf Rang zwei, Dynamo liegt mit drei Zählern weniger auf Platz sechs.