"Ein unbeschreibliches Gefühl": Chakroun leitet Hannover-Sieg ein

Hannover 96 tat sich lange schwer gegen den Karlsruher SC, bis die Wechsel von Trainer Christian Titz den Knoten lösten. Zum Wegbereiter des 3:0-Erfolgs wurde der gebürtiger Hannoveraner Husseyn Chakroun.

"Das hatte ich mir erträumt"

Zunächst war das Spiel am Freitagabend kein Leckerbissen. Hannover war zwar überlegen, fand aber gegen die dicht gestaffelte Karlsruher Abwehr kaum ein Durchkommen. "Es war ein Spiel, wo wir auch wussten, dass wir geduldig sein müssen", erklärte 96-Trainer Titz nach dem Spielende. Mit seinen beiden Wechseln zur Halbzeit zeigte er, dass er mit der Vorstellung nicht vollständig zufrieden war. "In der Halbzeit wollten wir dann was verändern. Wir wollten das Tempo hochhalten", ergänzte TItz.

Die Joker schafften dann den erhofften Durchbruch. Erst war es Youngster Chakroun, der das erlösende 1:0 erzielte. "Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, hier zu treffen. Vor dem Spiel hatte ich mir das für den heutigen Tag schon erträumt", freute sich der 21-jährige über seinen zweiten Saisontreffer. Nur drei Minute später traf Benedikt Pichler, der erstmals nach wochenlanger Verletzungspause wieder auf den Platz durfte. "Von der Tribüne zuzusehen, ist für einen Fußballer immer unschön. Da staut sich natürlich was auf. Umso besser ist es, dass es beim Comeback so kommt und ich der Mannschaft direkt helfen konnte mit meinem Tor, mit meiner aufgestauten Energie", so der Torschütze.

"Er hat einen dicken Schmatzer von mir bekommen"

Beide Tore fielen nach starker Vorarbeit von Noel Aseko, der nach der Pause das Spiel an sich zog. "Überragend, dass Noel Aseko mich nach seinem Sprint dann noch sieht und den Ball so reinsteckt, da hat er einen dicken Schmatzer von mir bekommen", verriet Pichler. Er und Chakroun erzielten die Jokertore sechs und sieben in der laufenden Saison. Damit hat Hannover gemeinsam mit Elversberg ligaweit die meisten Treffer von Einwechselspielern zu verzeichnen. Wir haben heute wieder gezeigt, dass unsere Kaderbreite Spiele entscheiden kann. Das freut natürlich alle von uns", so Pichler.

Zu guter Letzt durfte sich auch Mustapha Bundu belohnen, der zuvor einige Chancen unglücklich vergeben hatte. "Ich wusste immer, ich werde die Tore machen. Heute war es soweit. Das bedeutet mir viel, das zuhause vor den Fans zu tun und meinem Team zu helfen. Es werden auch weitere Tore von mir kommen", kündigte der Stürmer an. Durch den Sieg kletterten die Roten vorerst auf den dritten Platz und liegen nur noch zwei Punkte hinter dem Tabellenzweiten Paderborn. Am kommenden Freitag steht dann ein Auswärtsspiel bei Preußen Münster auf dem Programm.

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