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Erneut frühe Abreibung für BTSV: "Hat uns heute gekillt"

© IMAGO / Joachim Sielski

In Kiel wurde Eintracht Braunschweig einmal mehr in dieser Saison früh von einem Gegentreffer geschockt – und anschließend überrollt. Im zweiten Abschnitt konnte sich die Elf von Cheftrainer Daniel Meyer zwar besser aufstellen, aber den gewaltigen Rückstand nicht mehr aufholen. Entscheidend war die erste Halbzeit.

Neunter Gegentreffer in Anfangsphase

Nach vier Zeigerumdrehungen lag der Ball wieder einmal im Braunschweiger Netz, nachdem Fabian Reese zuvor den Kunstschuss auspackte und traumhaft für Holstein Kiel verwandelte. "Nach dem frühen Rückstand war die taktische Marschroute eigentlich dahin. Viele Dinge, die man vorher bespricht, haben sich dann schon fast erledigt", erklärte BTSV-Cheftrainer Daniel Meyer in dieser Saison nicht zum ersten Mal, denn das Bild eines frühen Rückstands ist in Braunschweig inzwischen bekannt – es war bereits der neunte Gegentreffer in der Anfangsviertelstunde. Ein "Bestwert" der Liga.

Danach überrollte Kiel den BTSV mit einem Doppelschlag nach rund 30 Minuten, von dem sich die Braunschweiger an diesem Tag nicht mehr erholten. "Gegen eine stabile Kieler Mannschaft musst du viel unterwegs sein", schwor Meyer seine Mannschaft zwar ein und hatte damit im zweiten Abschnitt auch etwas mehr Glück, aber insgesamt kam von der passiven Eintracht zu wenig. Das sah auch der Coach so: "Wir haben es allerdings verpasst, in den Situationen, wo wir den Gegner isoliert haben, zuzupacken, die Zweikämpfe zu gewinnen und Situationen für uns zu entscheiden." Ein Anschlusstreffer von Yassin Ben Balla trug demnach nur noch zur Ergebniskosmetik bei, da half auch die erste Vorlage von Leih-Stürmer Dong-won Ji nur wenig.

Zehn Gegentore trotz drei "Zu-Null"-Spielen

Möglicherweise wäre es bei einem zweiten Treffer der Braunschweiger spannender geworden, Zeit genug war nach dem Tor in der 63. Spielminute da. "Wir haben dafür jedoch zu wenig zwingende Möglichkeiten gehabt", sah Meyer die Chancen auf einen Punktgewinn jedoch schwinden. Abwehrspieler Brian Behrendt, der zum dritten Mal in Folge als Rechtsverteidiger aufgeboten wurde, fasste die Partie in einem Satz zusammen: "Der erste Durchgang hat uns heute gekillt."

Aus den sechs Spielen seit dem Jahreswechsel konnte Braunschweig bislang fünf Punkte sammeln, dazu hielt die BTSV-Abwehr in drei Partien insgesamt dicht. In den übrigen Zweitliga-Duellen fielen allerdings zehn (!) Gegentore gegen die Braunschweiger, die damit mit den Würzburger Kickers gleichzogen – beide Teams kassierten 39 Gegentreffer, was ebenfalls ein "Bestwert" ist. Bei den entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz droht nach dem Spieltag erneut ein direkter Abstiegsplatz.