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Erste Niederlage für Dynamo-Coach Fiel: „So gewinnt man keine Spiele“

Dynamo Dresdens Trainer Cristian Fiel stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Mehr noch als der verpasste „Big Point“ der Sachsen im Abstiegskampf durch die 1:3-Niederlage beim Rivalen SV Sandhausen schlugen dem Deutsch-Spanier die Einstellungsprobleme seiner Spieler aufs Gemüt.

„Einige haben nicht gewusst, worum es geht“

„So kann man auch als Tabellenvierter keine Spiele gewinnen“, schimpfte Fiel auf der Pressekonferenz nach Dresdens erster Niederlage im sechsten Spiel unter seiner Regie: „Ich dachte, ich hätte den Spielern gesagt, was sie erwartet, aber vielleicht haben es einige nicht gewusst.“

Auch aus seinem Seelenleben machte der SG-Coach kein Hehl: „Ich bin schrecklich sauer. Mich ärgert, dass jedem bewusst gewesen sein sollte, dass Sandhausen in diesem Spiel enorm unter Druck stand und gewinnen musste.“

Die Klage des 39-Jährigen über die zahlreichen Schwächen seiner Mannschaft bei der siebten Auswärtsniederlage verwunderte denn auch kaum: „Wir haben keine Zweikämpfe angenommen, uns nicht in 1:1-Sitiuationen behauptet und auch nicht in Läufe investiert. Das war von uns zu wenig. Wir haben alles vermissen lassen, was uns in den vorherigen Spielen ausgezeichnet hat und wodurch wir Punkte geholt haben.“ So lasch gingen die Dynamos zu Werke, dass die Gastgeber den „brutalen Schock“ (SVS-Trainer Uwe Koschinat) nach Dresdens Führung durch Erich Berko (56.) verarbeiten und das Spiel kurz darauf binnen zehn Minuten drehen konnten.

Dresden weiter unter Druck

Durch das Ende der Erfolgsserie von zuvor sieben Punkten aus fünf Spielen nacheinander ohne Niederlage steht Dynamo im Rennen um den Klassenerhalt weiter unter Druck. Fiels Team liegt vor dem Gastspiel von Spitzenreiter 1. FC Köln am Sonntag weiter nur sechs Punkte vor dem Ostrivalen 1. FC Magdeburg auf dem Abstiegsrelegationsplatz. „Wir müssen uns erst einmal schütteln“, meinte der SG-Coach ernüchtert. Der trotzdem beruhigende Vorsprung von zehn Punkten auf den ersten Abstiegsplatz war für den Ex-Profi unmittelbar nach Spielende kein Trost: „Wir müssen das erst einmal sacken lassen.“

In der Vorbereitung auf die Begegnung mit Köln wird Fiel voraussichtlich besonders an den Charakter seiner Spieler appellieren. Sportlich hält der Nachfolger von Maik Walpurgis die Grundlagen für ein Wiedergutmachung jedenfalls für gegeben: „Auch wenn wir verloren haben, ist nicht gleich alles wieder schlecht, was vorher in Ordnung und gut war.“