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Ex-Fürther Geis brennt für Frankenderby: "Wir können ihnen wehtun"

© IMAGO / Bernd Müller

Vor knapp acht Jahren traf Johannes Geis zum 1:0-Derbysieg – gegen den 1. FC Nürnberg. Am Samstag (13:30 Uhr) will der 27-Jährige dazu beitragen, dass sich der Club mit einem Erfolg gegen Greuther Fürth aus dem Tabellenkeller herausspielt. Das 268. Frankenderby erhitzt wieder einmal die Stimmung, denn für beide Teams geht es weiterhin um alles.

"Chance zu korrigieren"

Es war ein Duell in der Bundesliga, das der defensive Mittelfeldspieler in der Saison 2012/13 für seine Mannschaft entschied. Jetzt ist es ein Duell um die Bundesliga – jedenfalls für die Fürther. Für Nürnberg gilt es nicht, dem Erzrivalen die Punkte wegzunehmen, sondern möglichst schnell das eigene Punktekonto zu füllen. So fasste es jedenfalls FCN-Derbyspezialist Johannes Geis im Interview mit der "Bild"-Zeitung auf: "Wir haben mit uns genug zu tun, und müssen schauen, dass wir da unten rauskommen. Deshalb ist es mir herzlich egal, was Fürth nach diesem Spiel weiter macht."

Gerade einmal fünf Punkte trennen den FCN vom Abstiegs-Relegationsplatz, den die Franken noch aus dem Vorjahr kennen. Doch der ohnehin dünne Vorsprung kann noch durch ein Nachholspiel der Osnabrücker weiter schrumpfen. Ausgerechnet jetzt geht die Spielvereinigung aus Fürth auch noch als klarer Favorit in das Derby, denn die Kleeblätter könnten mit einem Sieg und den passenden Ergebnissen der Konkurrenz an die Tabellenspitze springen. Die unterschiedlichen Voraussetzungen bereiteten Geis keine Sorgen: "In einem Derby ist immer alles möglich. Für uns ist es die große Chance, Einiges zu korrigieren."

Geis lobt den Erzrivalen

Die jüngsten Derby gingen an die Fürther, drei von vier Spielen holten sich die Kleeblätter. Nürnberg gewann zuletzt 2017 durch Tore von Mikael Ishak, Cedric Teuchert und Hanno Behrens. Nun will es Geis richten. "Für Derbys spielt man Fußball. Man steht schon mit einem anderen Gefühl auf und fährt mit einem anderen Gefühl zum Training", fokussierte sich der 27-Jährige voll und ganz auf das anstehende Duell. Ähnlich geht es wohl dem ganzen Team: "Es ist für uns alle etwas Besonderes." Seine Fürther Vergangenheit spielt für Geis derweil keine Rolle mehr, was trotz fünf Jahren im Kleeblatt-Nachwuchs klar sein dürfte.

Gleichzeitig lobte der gebürtige Schweinfurter die Vorgehensweise seines Ex-Klubs in dieser Saison aber auch. "Ich glaube, dass man in Fürth einfach ruhiger arbeiten kann", schätzte Geis die Lage beim Erzrivalen ein. Ein Vorteil der Fürther sei es, dass sie "keinen großen Umbruch" im Sommer hatten und als Team zusammenwachsen konnten. "Ich muss schon zugeben, dass sie es in der Liga nicht so schlecht machen und einen ordentlichen Fußball spielen", gestand der heutige Nürnberger ein. Anhand der Duelle gegen Hamburg (1:1-Remis) und Karlsruhe (1:0-Sieg) habe der Club aber gezeigt, dass er mit den Großen der Liga mithalten kann. Deswegen war sich Geis auch vor dem Derby sicher: "Wir können ihnen aber trotzdem wehtun." Das 268. Frankenderby steigt am Sonntag, 13:30 Uhr.