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Fall Jatta: Bezirksamt und DFB-Kontrollausschuss ermitteln

Die mutmaßlich gefälschte Identität des Hamburger Spielers Bakery Jatta könnte dem Gambier noch teuer zu stehen kommen. Wie die "Bild" berichtet, sollen das Bezirksamt Hamburg-Mitte und der Kontrollausschuss des DFB die Ermittlungen aufgenommen haben, dem Verein drohen aber wohl keine rechtlichen Konsequenzen. 

Jatta droht eine Sperre und ein Entzug der Aufenthaltsgenehmigung

In einem Bericht hatte die "Sport Bild" am Mittwoch den Verdacht geäußert, dass Hamburgs Mittelfeldspieler Bakery Jatta unter falscher Identität beim HSV spiele und eigentlich Bakary Daffeh heiße. Zudem solle der 21-Jährige in Wirklichkeit zweieinhalb Jahre älter sein als in seinem Reisepass angegeben, mit dem er 2015 aus Gambia über die Sahara und Italien nach Deutschland eingereist war. Der "Bild" zufolge sollen nun das Bezirksamt Hamburg Mitte und der Kontrollausschuss des DFB an dem Fall dran sein, laut "SID" könnten Jatta eine Sperre durch den DFB und ein Entzug seiner Aufenthaltsgenehmigung drohen, sollte sich der Verdacht als zutreffend herausstellen.

Wahrscheinlich keine direkten Konsequenzen für den HSV 

"Er hat einen gültigen Pass. Der wurde überprüft. Alles andere ist für uns nicht relevant", möchte sich Jattas Berater Efe-Firat Aktas im "Hamburger Abendblatt" nicht weiter zu den Vorwürfen gegen seinen Klienten äußern. Dem Hamburger SV droht nach Informationen der "Bild" zudem wohl keine Strafe, weil der Verein selber als Geschädigter in Frage komme und von der womöglich falschen Identität keine Ahnung hatte. Der Fall dürfte dennoch wieder für Unruhe beim HSV sorgen, nachdem der 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg zuletzt mal wieder für ein bisschen Ruhe gesorgt hatte.