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Fall Jatta: FCN will angeblich einen Kronzeugen vorsprechen lassen

Es kommt wieder etwas Bewegung in den Fall Bakery Jatta: Wie die "Sport Bild" berichtet, will der 1. FC Nürnberg offenbar den Präsident des senegalesischen Erstligisten Casa Sports, Seydou Sane, vor dem DFB-Sportgericht als Kronzeugen vorsprechen lassen. Er könne angeblich Beweise dafür liefern, dass Jatta beim Hamburger SV unter falscher Identität spiele.  

Bericht: Sane soll Beweise für Jattas falsche Identität haben

Am Dienstag hatte Bakery Jatta über seinen Rechtsanwalt Thomas Bliwier eine schriftliche Stellungnahme beim Bezirksamt Hamburg-Mitte eingereicht, in dem er sich gegen die Vorwürfe der "Sport Bild" wehrt, wonach er eigentlich Bakary Daffeh heiße und zwei Jahre älter sei als von ihm selber nach seiner Flucht aus Gambia nach Deutschland angegeben. Nun soll aber der 1. FC Nürnberg, der nach dem 0:4 gegen den Hamburger SV vor wenigen Wochen gegen die Wertung des Spiels klagt, einen Kronzeugen gefunden haben, der Beweise zur falschen Identität von Jatta liefern könne. Es handelt sich nach Angaben der "Sport Bild" dabei um Seydou Sane, den Präsidenten des senegalesischen Erstligisten Casa Sports, bei dem Daffeh bis 2015 spielte, bevor er spurlos verschwand.

Entscheidung voraussichtlich im September 

"Wir befinden uns in einem laufenden Verfahren und möchten der Verhandlung beim DFB-Sportgericht nicht vorgreifen. Daher werden wir uns dazu nicht mehr äußern", blockten die Franken durch einen Sprecher zwar eine Anfrage des SID, sie würden Sane aber wahrscheinlich vor dem DFB-Sportgericht vorsprechen lassen. Nun ist aber erstmal wieder das Bezirksamt an der Reihe, das voraussichtlich bereits im September entscheiden wird, ob das Verfahren fallen gelassen wird oder ob es zur Einleitung eines Rücknahmeverfahrens kommt.

Spielwertungen blieben dennoch zunächst bestehen 

Die Nürnberger sowie der Karlsruher SC und der VfL Bochum, die ebenfalls gegen die Wertungen ihrer Hamburg-Spiele in Berufung gegangen sind, würden allerdings auch nur von einer möglichen falschen Identität Jattas profitieren, würde dem HSV nachgewiesen werden, dass er schon damals um die falsche Identität des Mittelfeldspielers wusste und er dennoch eine Spielberechtigung für ihn beantragte.