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FCM-Dribbler Scienza zum Sprung in die 2. Liga: "Ich fürchte mich nicht"

IMAGO / Christian Schroedter

Vor zwei Wochen gab der 1. FC Magdeburg die Verpflichtung von Leonardo Scienza bekannt. Der 23-Jährige kam von der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 und war sicherlich den Wenigsten ein Begriff. Doch der gebürtige Brasilianer hat einen interessanten Werdegang und nichts mit einem verwöhnten Jungprofi zu tun.

5. Liga statt europäischer Profifußball

"Leo gehört zu der Kategorie der Spieler, die mit uns den nächsten Schritt gehen wollen. Wir trauen ihm sehr viel zu und sind davon überzeugt, dass er sich in der 2. Bundesliga durchsetzen wird", sagte Magdeburgs Sport-Geschäftsführer Otmar Schork bei der Verpflichtung Scienzas. Dass er einmal diese Worte über sich hören würde, davon konnte der Flügelspieler noch vor wenigen Jahren nicht ausgehen.

Im Januar 2019 aus Brasilien kommend, schloss er sich dem Fanna BK in Schweden an, spielte in der fünften Liga. "Ich habe Brasilien verlassen, mit dem Traum in Europa zu spielen, um ein besseres Leben zu haben", sagte Scienza der "Bild". Ein bosnischer Berater, der in Schweden lebte, "versprach mir, dass ich dort Probetrainings in der 1. und 2. Liga mache, aber als ich da war, war es ganz anders". Die Zeit für den Mann vom Zuckerhut war hart, Geld verdiente er kaum. Aber: "Rückblickend eine der wichtigsten Zeiten meines Lebens. Sehr hart, aber sie hat mich auch persönlich extrem wachsen lassen."

"Der Schritt von der 4. zur 2. Liga ist groß"

Das gute aber für den Dribbler: Ein schwedischer Scout entdeckt ihn und vermittelt ihn an einen Berater in Hamburg. "Das veränderte mein Leben. Denn er stellte mich Schalkes Talentspäher Manfred Dubski vor", so Scienza. Der Offensivspieler machte Eindruck, wechselte im September 2020 zur U23 der Schalker, spielte dort mit den Jetzt-Magdeburgern Luca Schuler und Jason Ceka. In der abgelaufenen Saison gelangen ihm in 36 Spielen elf Tore und zwölf Vorlagen. Das Interesse des FCM war geweckt.

"Ich habe ihm vorm Wechsel gesagt, wie es hier beim Aufstieg war, da musste er nicht mehr lange überlegen", so Ceka dazu, wie er seinen Kumpel an die Elbe lotste. "Der Schritt von der 4. zur 2. Liga ist groß. Aber ich fürchte mich nicht, habe schon andere Dinge gemeistert", sagte der Brasilianer mit Blick auf seine erste Saison im Profifußball.