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FCM selbstkritisch nach Pokal-Aus: "Unfähig aus elf Metern zu schießen"

© IMAGO / Jan Huebner

Nach 180 Sekunden lag der 1. FC Magdeburg im DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt bereits zurück, zwei Minuten später verschossen die Elbestädter zusätzlich noch einen Elfmeter. Die Elf von Christian Titz kam am Montagabend einfach nicht in die Partie, wie der Coach nach dem Spiel zusammenfasste. Trotzdem gab der FCM nie auf.

"Haben das nicht gut gemacht"

Möglicherweise war es die frühe Schlüsselszene des Abends, als SGE-Verteidiger Tuta zu spät gegen Leo Scienza kam. Es gab den Strafstoß, den Andreas Müller nicht verwandelte – auch der Nachschuss eines Teamkollegen ging nur an die Latte. "Wie soll es mir gehen?", fragte sich der Fehlschütze anschließend in der "Sportschau". Große Selbstkritik folgte: "Ich bin unfähig, den Ball aus elf Metern ins Tor zu schießen. Ich habe mir etwas anderes vorgenommen, habe aber vogelwild geschossen." So verpasste der FCM die direkte Antwort auf den frühen Gegentreffer (3.), der das Spiel bereits in Richtung der Frankfurter lenkte.

Klar, das Pokal-Aus frustriert. Besonders, weil Magdeburg noch drei weitere Treffer kassierte. Baris Atik ordnete das Geschehen ebenfalls ein. "Wir haben das auf jeden Fall nicht gut gemacht. Gegen die Wucht der Frankfurter haben wir nicht gegengehalten. Dazu haben wir sehr viele eigene Fehler gemacht und sehr viel eingeladen", fasste der Offensivspieler zusammen. Mit der deutlichen Botschaft, dass dem Zweitligisten dies als Außenseiter in der Partie nicht hätte passieren dürfen. Müller wurde von Atik jedoch in Schutz genommen: "Wenn ein Spieler zu mir kommt und schießen will, dann gebe ich den Ball auch ab. Er hat jetzt nicht getroffen, aber das passiert. Ich habe auch schon Elfmeter verschossen. Wenn er nächstes Mal wider den Ball will, dann kriegt er ihn auch."

Abschlussschwäche als Knackpunkt

Vor ausverkauftem Haus dominierte anschließend der amtierende Europa League-Sieger in Magdeburg. Cheftrainer Christian Titz ärgerte sich, dass seine Mannschaft zu keinem Zeitpunkt richtig in die Partie gekommen war. "Vom Spiel her war es leider genau das, was wir nicht wollten. Wir wollten mehr im Spiel drin sein", so der 51-Jährige. Gerade der zweite Gegentreffer habe sich wie ein enormer Rückschlag angefühlt, doch nach der Pause wollten sich die Magdeburger noch einmal aufbäumen. Das war nicht unmöglich gewesen: "Wenn wir jetzt eine Chance haben wollen, brauchen wir einen schnellen Anschlusstreffer. Dann hatten wir zwei Möglichkeiten, bei denen wir allerdings nicht zum Abschluss kamen."

Für Titz war das der entscheidende Knackpunkt des Abends. Der FCM spielte zwar mit, doch in vielversprechenden Positionen kamen die Elbestädter nicht zum Abschluss. So wurde es für Frankfurt nur selten gefährlich. "Natürlich ist es kein schönes Ergebnis, aber wir werden trotzdem viele gute Dinge aus dem Spiel ziehen, die wir in Zukunft besser machen wollen", schloss Titz sein Fazit ab. Spätestens mit dem dritten Treffer war die Partie nämlich entschieden. "Die Eintracht war uns klar überlegen und hat hier verdient gewonnen", so der FCM-Coach anerkennend. Am Sonntag (13:30 Uhr) geht es wieder vor heimischer Kulisse gegen Holstein Kiel weiter.