• Facebook
  • Twitter

FCN bleibt sieglos und unzufrieden: "Das war nicht genug"

© IMAGO / Passion2Press

Im Duell mit dem VfL Osnabrück stand für den 1. FC Nürnberg viel auf dem Spiel, denn für die weitere Konstellation im Tabellenkeller war das Match nicht unerheblich. Durch das 1:1-Remis beider Teams gibt es jedoch kaum Veränderungen – und für den Club heißt das gleichzeitig, das er sich nicht aus dem Abstiegskampf absetzen konnte. Entsprechend groß war die Unzufriedenheit.

"Definitiv zu wenig"

Fünf Punkte trennten den 1. FC Nürnberg vor dem Spieltag von Osnabrück, fünf Punkte waren es demnach auch nach dem 1:1-Remis. Nürnberg blieb nach einem dürftigen Auftritt im Tabellenkeller stecken. "Wir sind mit dem Spiel überhaupt nicht zufrieden. Wir haben zu wenig Intensität reingebracht", ärgerte sich FCN-Cheftrainer Robert Klauß nach Abpfiff, dass der Club keinen größeren Ertrag aus der Situation ziehen konnte. Weil auch Sandhausen und Braunschweig jeweils nur ein Unentschieden erspielten, hat sich im Abstiegskampf nicht unmittelbar etwas verändert. Osnabrück hat jedoch ein Nachholspiel in der Hinterhand – und deshalb zittert Nürnberg.

Zumal die Leistung der FCN-Akeure keine schnelle Besserung in Aussicht stellte. "Wir hatten wenige Phasen, in denen wir dominant waren und Torchancen herausspielen konnten", hielt Klauß nach der Partie fest, dass er sich gegen verunsicherte Osnabrücker gerne mehr gesehen hätte. Der VfL konnte schließlich seine Negativserie von neun Niederlagen in Folge beenden. "Das war definitiv zu wenig", so die klare Ansage des Coaches. Trotz aller Kritik, zu der auch die Passivität nach dem überraschenden Führungstreffer gehörte, blieb aber auch Positives hängen. Immerhin hielt der FCN den Konkurrenten auf Distanz.

Unzufriedenheit mit Spielweise

"Grundsätzlich müssen wir in einem Heimspiel anders auftreten", forderte Klauß dennoch, dass der FCN eine andere Spielweise zeigen sollte. Viel Ballbesitz, aber wenig Mut in der Offensive – das waren die Kritikpunkte, die auch Angreifer Manuel Schäffler frustriert zurückblicken ließen. "Das war nicht genug, um als Sieger vom Platz zu gehen", räumte der 32-Jährige ein und wünschte sich, dass sowohl in der Offensive – aber auch in der Defensive – mehr Konsequenz vorhanden gewesen wäre: "Leider sind wir dann einmal schlafmützig. Dann steht es 1:1."

Verdient wäre ein Sieg ohnehin nicht gewesen, sagte der Angreifer zum Abschluss. Der Ballast von elf Niederlagen in der bisherigen Saison drückt den Club also weiter in den Abstiegskampf, vor genau einem Jahr hatte der FCN nach 25 Spielen sogar einen Punkt mehr auf dem Konto. Nun steht dem Team von Cheftrainer Robert Klauß erst einmal das Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth vor der Brust und klar ist, dass ein Derby-Sieg nötiger als je zuvor wäre.