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FCN verliert Derby: "In den direkten Duellen zu oft zweiter Sieger"

© imago images / Bernd Müller

Der 1. FC Nürnberg unterliegt im Frankenderby! Zwei früher Treffer in den jeweiligen Halbzeiten brachten die Elf von Cheftrainer Robert Klauß auf Kurs zur erneuten Niederlage gegen den Erzrivalen. Zwar kämpfte sich der Club zweimal heran und hätte am Ende das Unentschieden noch erzwingen wollen, aber am Ende des Tages konnte die dritte Saisonpleite nicht verhindert werden.

Wirkungstreffer nach der Pause

Mit 13 Punkten aus neun Spielen stand der 1. FC Nürnberg vor einem Jahr in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen. Wie die Vorjahressaison endete, ist bekannt. Nun hat der Club nach seiner Runderneuerung nur zehn Punkte nach derselben Anzahl von Spielen, die Alarmglocken im Frankenland schrillen. Besonders nach der Derby-Niederlage. "Insgesamt war es ein verdienter Fürther Sieg. Trotzdem hatten wir am Ende die Chance, es noch unentschieden zu gestalten", hob FCN-Cheftrainer Robert Klauß positiv wie negativ heraus.

Nach drei Zeigerumdrehungen brachte Havard Nielsen die Fürther in Führung, bis zum Pausenpfiff folgten jeweils noch zwei Treffer auf jeweils einer Seite. "Wir sind nach dem schnellen Rückstand schnell zurückgekommen. Dann kassieren wir das 1:2, wo wir wie oft in den ersten 60 Minuten nicht gut in den direkten Duellen waren. Da müssen wir mehr Druck auf den Ball geben", ärgerte sich Klauß über den Pausenrückstand gegen den Erzrivalen, von dem sich die Nürnberger nicht mehr erholten. Praktisch mit Wiederanpfiff erhöhten die Kleeblätter noch einmal, was beim Club sichtlich zum Wirkungstreffer führte.

FCN bleibt wenig konstant

"Danach sind wir getaumelt und hatten Glück, nicht noch ein Gegentor zu bekommen", überstand der FCN allerdings die Druckphase der Fürther – und konnte sich noch einmal herankämpfen. Zu Beginn der Schlussphase verkürzte Nikola Dovedan, sodass der Club bis zum Schluss um das Remis kämpfen konnte. "Am Ende konnten wir sie einschnüren. Wenn man ein bisschen mehr Glück hat, machen wir noch das 3:3", sah auch Torjäger Manuel Schäffler seine Mannschaft nicht chancenlos, doch am Ende reichte es nicht. Die entscheidenden Fehler sah der 31-Jährige in frühen Phasen des Spiels: "Ich glaube, dass wir die ersten 60 Minuten in den direkten Duellen zu oft zweiter Sieger waren. Die Tore müssen wir besser verteidigen."

Nürnbergs Erinneringen an das Vorjahr sind stets präsent, sobald sich der FCN in die unteren Tabellenregionen bewegt. Mit einem Punkteschnitt von 1,11 Zählern pro Partie liegt Cheftrainer Robert Klauß damit genau zwischen den Ex-Coaches Damir Canadi (1,21) und Jens Keller (1,10). Nach wie vor ist der Club in der 2. Bundesliga allerdings auf der Suche nach Konstanz, am kommenden Sonntag geht es nach Paderborn. Nur ein Sieg würde die Nürnberger Nerven beruhigen.