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Fünf-Tore-Desaster für Nürnberg: "Blöd angestellt"

© imago images / Zink

Zum Abschluss der Hinrunde erlitt der 1. FC Nürnberg im eigenen Stadion ein Debakel. Obwohl der Club die Partie gegen Hannover 96 über weite Teile mitbestimmen konnte, kassierten die Franken am Ende des Tages satte fünf Gegentore. Statt im ruhigen Fahrwasser in die Englische Woche zu gehen, muss der FCN jetzt wieder nach unten blicken.

"Aus dem Nichts das Gegentor"

Zwischenzeitlich erlebte der 1. FC Nürnberg in dieser Saison eine Hochphase, in der die Horrorszenarien der letzten Saison beinahe vergessen waren. Vor dem Jahreswechsel errang die Elf von Cheftrainer Robert Klauß beispielsweise einen 1:0-Sieg gegen Aue und konnte sich über eine Platzierung im gesicherten Mittelfeld freuen. Seitdem folgten aber wieder vier Spiele ohne Erfolg – und den Deckel machte am Sonntag dann Hannover 96 drauf. Fünf Mal schenkten die Niedersachsen dem Club ein, der im Schneegestöber von Nürnberg jetzt wieder in den Keller taumelt.

"Das tut weh", hielt FCN-Stürmer Manuel Schäffler nach der 2:5-Pleite gegen den Dauerkonkurrenten der letzten Jahre fest. Zwischenzeitlich brachte der 31-Jährige seine Mannschaft mit dem Anschlusstreffer wieder in die Partie, doch so richtig fand der FCN zu keinem Zeitpunkt ins Spiel. Auch, wenn Klauß phasenweise eine gute Darbietung seiner Mannschaft sah: "Wir hatten einen guten Start ins Spiel und kriegen aus dem Nichts das Gegentor." Gegen kompakte Hannoveraner fehlte dem Club die Durchschlagskraft, danach "hatten wir eine Phase, in der es schlecht lief." Ein roter Faden, der sich letztlich durch das gesamte Duell zog.

"Bisschen zu hoch ausgefallen"

Nürnberg wurde ausgekontert, kassierte Standardtore und konnte aus den eigenen Vorteilen keinen Profit schlagen. "Wir spielen ordentlichen Fußball, aber teilweise auch naiven", analysierte Klauß das Abwehrverhalten seiner Mannschaft, das an diesem Tagz zu Wünschen übrig ließ. Besser war es in der Offensive allerdings auch nicht: "Nach der Pause waren wir weiter dominant, ohne uns aber große Chancen herauszuspielen. Da müssen wir ansetzen." Das dritte Tor der Gegner nach rund 60 Spielminuten nahm den Franken letztlich endgültig den Wind aus den Segeln, danach nutzte Hannover die Schwächen aus.

"Mich ärgert heute, wie wir verteidigt haben, wenngleich das Ergebnis auch ein bisschen zu hoch ausgefallen ist", betonte der Cheftrainer, der damit auch den Nerv seiner Spieler fand. Manuel Schäffler wurde ebenso deutlich: "Wir haben uns im manchen Situationen zu blöd angestellt, waren bei den Gegentoren zu wenig aktiv." Somit bleibt der FCN im neuen Jahr noch ohne Sieg, gerade einmal einen Punkt konnte der Clubs seit dem Jahreswechsel sammeln. Der Abstand zum Tabellenkeller schmilzt wieder auf fünf Zähler – und schon am Mittwoch (20:30 Uhr) steht das nächste Krisenduell an. Denn wenn Tabellennachbar Regensburg zu Gast beim FCN ist, dann kann sich wohl nur ein Team aus dem Keller befreien.