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"Geiles Spiel gesehen": Schieles spaßiges Derby mit leichtem Plus

© IMAGO / Joachim Sielski

Punktgewinn im Niedersachsen-Derby! Beim 1:1-Remis in Hannover war Eintracht Braunschweig drauf und dran, das Prestigeduell für sich zu entscheiden und ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf zu setzen. Spaß hat es dem BTSV gemacht – obwohl alle Beteiligten danach auch ein paar Mängel im eigenen Spiel fanden.

"Sind ein wenig enttäuscht"

Kaum war das Derby angepfiffen, da musste Patrick Ittrich die Partie auch schon aufgrund von Pyrotechnik in beiden Fanlagern unterbrechen. Es war der Vorbote einer hitzigen Partie, die aber friedlich blieb. "Wir haben über 90 Minuten ein geiles Spiel von beiden Mannschaften gesehen", freute sich BTSV-Coach Michael Schiele über die sportliche Darbietung seiner Mannschaft. Ein Treffer von Anthony Ujah (68.) hätte sogar beinahe den Sieg im Niedersachsen-Derby bedeutet. Schiele verschmerzte es nur ungerne: "Es war dann am Ende ein 1:1, aber natürlich hätten wir gerne den Dreier mitgenommen."

Nach dem 4:2-Erfolg gegen Nürnberg spielte Braunschweig selbstbewusster auf. "Wir waren gut in der Partie und haben uns auf eine stabile Defensive fokussiert, hatten dadurch sehr viel Ballgewinne. Im Umschalten fehlte uns dann allerdings die nötige Überzeugung", hob Schiele die gemischten Erkenntnisse aus dem Derby hervor. Trotzdem blieb er dabei: "Von Außen hat es Spaß gemacht zuzuschauen." Jubeln durften zumindest die BTSV-Fans auch über die Paraden von Jasmin Fejzic. Der Kapitän war nach Abpfiff noch zwiegespalten: "Natürlich sind wir ein wenig enttäuscht, weil wir 1:0 in Führung gegangen sind."

BTSV verlässt Tabellenende vorerst

Das Derby sei speziell gewesen, die Atmosphäre super. Trotzdem fand Fejzic einen dicken Wermutstropfen – und zwar beim Ausgleich durch Ex-Braunschweiger Havard Nielsen (77.). "Beim Gegentreffer habe ich den Ball im Aus gesehen, der Schiri allerdings nicht. Aber so ist Fußball und deshalb macht es auch so Spaß", nahm es der erfahrene Torwart sportlich. So wünschten es sich Spieler und Verantwortliche des Vereins auch von den Fans. Fejzic hatte keine Zweifel: "Ich mag solche Duelle immer sehr gerne. Dafür spielt man Fußball. Wir haben gut dagegen gehalten und können stolz auf uns sein."

Anerkennung seitens der Fans ist gewiss. Für Braunschweig war sogar noch mehr drin. "Wir hätten hier heute auch eine kleine Sensation schaffen und den Dreier mitnehmen können, leider haben wir den Raum hinten dann aber zu schnell aufgemacht und waren nicht immer richtig dran", ärgerte sich Schiele daher ebenfalls. Eines steht fest: den positiven Trend der letzten Wochen scheint der BTSV fortzusetzen, denn die Siegesserie der Hannoveraner gehört dank des beherzten Spiels der Braunschweiger schon einmal der Geschichte an. Und zugleich verhilft der Punktgewinn dem BTSV, um vorerst auf den Abstiegs-Relegationsplatz zu springen – und die Konkurrenten aus Fürth und Magdeburg spielen am Sonntag gegeneinander.